| Fukang | |||||
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| Allgemeines | |||||
| Offizieller Name nach MBD |
Fukang | ||||
| Authentizität | sicher | ||||
| Lokalität | |||||
| Land | China | ||||
| Region | Xinjiang | ||||
| Gemeinde | Fukang | ||||
| Fall und Bergung | |||||
| Sammlung | University of Arizona, Arizona State University, Monnig Meteorite Gallery, Naturhistorisches Museum Wien, Vatikanische Sternwarte, privat | ||||
| Beschreibung | |||||
| Typ | Stein-Eisen-Meteorit | ||||
| Klasse | Pallasit | ||||
| Gruppe | Hauptgruppe der Pallasite | ||||
| Untergruppe | PMG | ||||
| Masse (total) | 1.003 kg | ||||
| Referenzen | |||||
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Fukang ist ein Pallasit aus der Hauptgruppe der Pallasite (PMG), der im Jahr 2000 in den Bergen nahe der Stadt Fukang im chinesischen autonomen Gebiet Xinjiang gefunden wurde. Der ursprünglich geborgene Meteorit hatte eine Masse von 1003 kg und gehört damit zu den größten bekannten Pallasiten. Er besteht aus großen Olivinkristallen in einer Eisen-Nickel-Matrix.
Der Meteorit wurde im Jahr 2000 in der Umgebung von Fukang in Xinjiang gefunden. Die geborgene Masse wog ursprünglich 1003 kg. Der anonyme Finder hatte davon rund 20 kg abgetrennt, bevor die verbliebene, etwa 983 kg schwere Hauptmasse wissenschaftlich untersucht wurde. Im Februar 2005 wurde der Meteorit auf der Tucson Gem and Mineral Show in Tucson, Arizona, dem Planetenwissenschaftler Dante Lauretta von der University of Arizona gezeigt. In der Folge wurde Fukang am Lunar and Planetary Laboratory der Universität mineralogisch und chemisch untersucht.
Fukang besteht aus teilweise eckigen bis abgerundeten Olivinkristallen, die in eine Eisen-Nickel-Matrix eingebettet sind. Die einzelnen Olivinkörner reichen von weniger als fünf Millimetern bis zu mehreren Zentimetern Größe. Daneben kommen zusammenhängende Olivinaggregate mit Durchmessern von bis zu etwa 11 cm vor. Die Olivine besitzen eine mittlere Zusammensetzung von etwa Fo86,3. Die metallische Phase besteht überwiegend aus Kamacit; daneben treten Taenit und Plessit auf. Weitere nachgewiesene Mineralphasen sind unter anderem Schreibersit, Chromit, Merrillit, Troilit und calciumarmes Pyroxen.
Fukang gehört mineralogisch und chemisch zur Hauptgruppe der Pallasite. Diese Meteorite werden als Material eines differenzierten Mutterkörpers interpretiert, in dem sich metallische und silikatische Bestandteile voneinander getrennt hatten. Fukang dürfte tief im Inneren seines Mutterkörpers entstanden sein. Dafür sprechen unter anderem die langsame Abkühlung des Metalls, die Ausbildung einer Widmanstätten-Struktur sowie die weitgehend homogene Zusammensetzung der Olivine. Das Material des Meteoriten stammt aus dem Bereich der Kern-Mantel-Grenze eines differenzierten Planetesimals.

Der ursprünglich 1.003 kg schwere Meteorit wurde nach seiner Entdeckung in zahlreiche Teilstücke und Scheiben zerlegt. Als Typmaterial sind insgesamt 31 kg an der University of Arizona in Tucson hinterlegt.
Die größte erhaltene Teilmasse befindet sich beim Southwest Meteorite Laboratory. Sie wird dort mit rund 370 kg angegeben. Eine große Schnittfläche von etwa 91 × 48 cm wurde poliert, wodurch die zahlreichen Olivinkristalle im Metall sichtbar werden.
Weitere Stücke des Fukang-Meteoriten befinden sich in mehreren öffentlichen und wissenschaftlichen Sammlungen. Im Naturhistorischen Museum Wien wird ein geschnittenes und poliertes Stück als Teil der Meteoritensammlung ausgestellt.
Das Monnig Meteorite Museum der Texas Christian University in Fort Worth besitzt zwei Exemplare, einen 1.340 g schweren Block und eine polierte Teilscheibe von 19,1 g.
Auch die Meteoritensammlung der Vatikanischen Sternwarte in Castel Gandolfo besitzt ein Exemplar. Fukang wurde dort 2007 als Neuerwerbung der Sammlung verzeichnet.
Neben diesen Museumsexemplaren befinden sich zahlreiche Scheiben und kleinere Fragmente in Privatbesitz.
Ein besonders großer Teil der ursprünglichen Masse wurde im April 2008 bei Bonhams in New York zur Auktion angeboten. Der erwartete Verkaufspreis lag bei über einer Million US-Dollar. Das Stück fand bei dieser Auktion jedoch keinen Käufer.