Funktionendiagramm

Das Funktionendiagramm (Funktionsmatrix, engl. activity distribution chart) wurde 1929 von Eva und Ernst Hijmans entwickelt. Es ordnet die einzelnen Aufgaben den beteiligten Stellen und die entsprechende Kompetenz in Form einer zweidimensionalen Matrix zu. Das Funktionendiagramm verknüpft die Prozesse der Ablauforganisation mit den Strukturen der Aufbauorganisation.

Das Beispiel zeigt ein einfaches Funktionendiagramm:

 Stelle 1   Stelle 2   Stelle 3   Stelle 4 
Aufgabe A  K  E  A 
Aufgabe B K  X 
Aufgabe C P  X 
Aufgabe D X 

Aus den Zeilen des Funktionendiagramms wird ersichtlich, wie die Funktionen zur Lösung einer Sachaufgabe auf verschiedene Stellen verteilt werden. Die Zeilen sind somit eine Grundlage für Arbeitsablaufdarstellungen. Aus den Spalten sind die Funktionen ersichtlich, die von einzelnen Stellen an verschiedenen Sachaufgaben zu erfüllen sind. Die Spalten sind dadurch Grundlage für die Erstellung von Stellenbeschreibungen. Im Gegensatz zu einer Stellenbeschreibung enthält ein Funktionendiagramm wesentlich weniger Informationen über die einzelnen Stellenaufgaben, es vermittelt dafür aber eine Übersicht der beteiligten Stellen.

Vorteile

Nachteile

Kooperative Prozesse

Bei kooperativen Prozessen fallen die oben genannten Nachteile weg, denn sie sind auf eine „Fließband“-Philosophie zurückzuführen. Ein einfaches Funktionendiagram, mit kooperativen Funktionen und klarer Verantwortung für die Gesamtleitung und die einzelnen Bereichs-/Fach-/Projektleitungen, kann für Übersichten sowohl bei einfachen wie bei komplexen (Projekt-)Organisationen eingesetzt werden.

Das folgende Beispiel zeigt ein einfaches Funktionendiagramm, in dem die leitenden Funktionen und die Mitarbeit dargestellt sind:

 Stelle 1   Stelle 2   Stelle 3   Stelle 4 
Aufgabe A  GL  FL  M 
Aufgabe B M  FL 
Aufgabe C M  FL 
Aufgabe D M  M  GL 

Bemerkung: Überall dort, wo es die Kompetenzordnungen der Beteiligten verlangt haben, hat man die, rein formelle, Gesamtleitung einer der Fachleitungen zugeordnet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Vladimir Rott: Projekthandbuch Knotenpunktkonzept Zürich. B+R/SBB, Zürich 1987.