Gabriel Daniel

Gabriel Daniel (* 8. Februar 1649 in Rouen; † 23. Juni 1728 in Paris) war ein französischer Jesuit und Historiker.

Leben

Gabriel Daniel trat dem Jesuitenorden im Alter von 18 Jahren bei. In seiner Laufbahn wurde er Superior in Paris.

Er ist am bekanntesten durch seine Histoire de France depuis l’établissement de la monarchie française (erste vollständige Ausgabe 1713), die 1720, 1721, 1725 und 1742 neu aufgelegt wurde, ein letztes Mal 1755–1760 mit Anmerkungen von Henri Griffet. Daniel selbst veröffentlichte eine Kurzfassung, eine weitere wurde 1751 von Dorival herausgegeben.

Obwohl voller Vorurteile, die seine Genauigkeit beeinträchtigten, hatte Daniel den Vorteil, wertvolle Originalquellen konsultieren zu können. Seine Histoire de la milice française etc. (1721) ist seiner Histoire de France überlegen. Daniel schrieb auch eine Antwort auf Pascals Lettres provinciales, mit dem Titel Entretiens de Cleanthe et d’Eudoxe sur les lettres provinciales (1694), zwei Abhandlungen über Descartes’ Theorie über die Intelligenz der niederen Tiere und andere Werke. Das erstgenannte Werk wurde allerdings im Jahr 1701 durch die römisch-katholische Glaubenskongregation auf den Index gesetzt.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Daniel, Gabriel. In: Jesús Martínez de Bujanda, Marcella Richter: Index des livres interdits: Index librorum prohibitorum 1600–1966. Médiaspaul, Montréal 2002, ISBN 2-89420-522-8, S. 265 (französisch, Digitalisat).
Personendaten
NAME Daniel, Gabriel
KURZBESCHREIBUNG französischer Jesuit und Historiker
GEBURTSDATUM 8. Februar 1649
GEBURTSORT Rouen
STERBEDATUM 23. Juni 1728
STERBEORT Paris