Gabriel Diaz

Gabriel Diaz vor einem Spiegel
Gabriel Diaz

Gabriel Diaz ist ein venezolanischer Theaterregisseur, Autor und Theaterleiter. Er arbeitete als Regisseur in Venezuela, Deutschland und der Schweiz. Zu seinen beruflichen Stationen zählen unter anderem das Theater Lübeck, das Landestheater Eisenach und das Stadttheater Bern. 2013 gründete er gemeinsam mit der Schauspielerin Annika Woyda das Theater am Ehrenbreitstein in Koblenz. 2026 wurden Woyda und Diaz mit dem Hermann-Wedell-Preis ausgezeichnet.

Leben und Wirken

Diaz stammt aus Venezuela und begann seine Theaterarbeit in Caracas. Er ging aus dem Umfeld der venezolanischen Theatergruppe Rajatabla hervor. Eine venezolanische Presseveröffentlichung aus dem Jahr 2012 berichtet, dass Diaz beim Festival Municipal de Caracas 1998 sieben Auszeichnungen erhielt.

Später setzte Diaz seine Theaterarbeit in Deutschland fort. Am Landestheater Eisenach führte er unter anderem bei der Oper Endstation Sehnsucht von André Previn Regie. Weitere Eisenacher Arbeiten waren unter anderem The Black Rider, Petticoat und Minirock, Zarah 47 und Ein Käfig voller Narren.

Am Theater Lübeck inszenierte Diaz Kai Hensels Monolog Klamms Krieg. Eine zeitgenössische Besprechung in den Lübeckischen Blättern dokumentiert die Inszenierung.

Als freier Regisseur arbeitete Diaz auch am Stadttheater Bern. Dort inszenierte er unter anderem Caryl Churchills Die Kopien.

Arbeit in Venezuela

Diaz kehrte für weitere Theaterarbeiten nach Venezuela zurück. Für die Schauspielerin und Sängerin Mariaca Semprún schrieb und inszenierte er das musikalische Theaterstück La Lupe – La Reina del Desamor über die kubanische Sängerin La Lupe. Die Produktion wurde 2012 in Caracas uraufgeführt.

Theater am Ehrenbreitstein

2013 gründeten Gabriel Diaz und die Schauspielerin Annika Woyda das Theater am Ehrenbreitstein in Koblenz.

Diaz leitet das Theater seit der Gründung gemeinsam mit Annika Woyda und arbeitet dort als Regisseur. Die Rhein-Zeitung berichtete zum zehnjährigen Bestehen 2023, dass Woyda und Diaz in diesem Zeitraum rund 50 eigene Produktionen realisiert hatten.

Auszeichnung

2026 erhielten Gabriel Diaz und Annika Woyda gemeinsam den Hermann-Wedell-Preis. Die Freunde der Volkshochschule der Stadt Koblenz würdigten damit ihre Verdienste um die Gründung und Leitung sowie ihr langjähriges Engagement für das Theater am Ehrenbreitstein.

Auswahl von Regiearbeiten

Einzelnachweise

  1. ↑ La Lupe, Reina del Desamor, llega al teatro. In: El Impulso. 23. Oktober 2012, abgerufen am 30. August 2026.
  2. ↑ 163. FIGARO-Nachrichten zur Neuen Musik. In: Neue Musikzeitung. Abgerufen am 30. August 2026.
  3. ↑ Wolfgang Tschechne: „Klamms Krieg“ im Studio. In: Lübeckische Blätter. 20. Mai 2006, S. 159–160, abgerufen am 30. August 2026.
  4. ↑ Sebastian Edtbauer – Vita. In: Crew United. Abgerufen am 30. August 2026.
  5. ↑ La Lupe, Reina del Desamor, llega al teatro. In: El Impulso. 23. Oktober 2012, abgerufen am 30. August 2026.
  6. ↑ La Lupe, la reina del desamor regresa al Teatro de Chacao. In: Correo Cultural. 21. Mai 2013, abgerufen am 30. August 2026.
  7. ↑ Wedell Preisverleihung 2026. Volkshochschule Koblenz, 11. August 2026, abgerufen am 30. August 2026.
  8. ↑ Zehn Jahre Theater am Ehrenbreitstein: Dramen und Komödien in der Mikrowerkstatt. In: Rhein-Zeitung. 25. Mai 2023, abgerufen am 30. August 2026.
  9. ↑ Wedell Preisverleihung 2026. Volkshochschule Koblenz, 11. August 2026, abgerufen am 30. August 2026.
  10. ↑ Theater am Ehrenbreitstein für sein Engagement gefeiert. In: Rhein-Zeitung. 18. August 2026, abgerufen am 30. August 2026.
  11. ↑ Sophie Scholl und die weiße Rose. In: Blick aktuell. 22. September 2013, abgerufen am 30. August 2026.
Personendaten
NAME Diaz, Gabriel
KURZBESCHREIBUNG venezolanischer Theaterregisseur, Autor und Theaterleiter
GEBURTSDATUM 20. Jahrhundert