Ephraim Ulmann

Ephraim Ulmann (* 11. Dezember 1770; † 26. Mai 1830 in Weimar) war ein jüdischer Kaufmann und Bankier in Weimar.

Ende des 18. Jahrhunderts waren Gabriel Ulmann (* 1743; † 16. April 1816) und sein Sohn Ephraim als Bankiers tätig unter Ulmann & Sohn. Auch Goethe wickelte über sie seine Geldgeschäfte ab, wie Briefe der Ulmanns an Goethe belegen. Die Ulmannsche Bank wurde 1830 aufgelöst. Ephraim Ulmann erhielt 1797 eine Handlungskonzession. Das Ulmannsche Bankhaus befand sich am Theaterplatz 1, das bei den Luftangriffen auf Weimar zerstört wurde. Die Ulmanns besaßen in Weimar mehrere Häuser. Es ist überliefert, dass Ephraim Ulmann 1823 ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 3000 Talern besaß. Die Ulmanns waren für den Weimarer Hof nicht unwichtig. Gabriel Ulmann belieferte zusammen mit Jacob Elkan (1742–1805) und dessen Schwager Jacob Löser (1753–1818) die herzoglich sachsen-weimar-eisenachische Münze in Eisenach mit Silber.

Ephraim verehelichte sich am 25. Mai 1798 mit Johanna („Jeannette“) Hirsch († 10. Dezember 1846) aus Kassel. Das Ehepaar hatte elf Kinder; darunter war der spätere Arzt Claudius Ulmann (* 1. Februar 1810; † 20. Dezember 1893), der Vater des Historikers Heinrich Ulmann. Ephraim Ulmanns Begräbnis hat von Franz David Gesky eine gern zitierte Schilderung erfahren.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Schmidt 1993, S. 75.
  2. ↑ Todesanzeige und Beisetzungsangabe in Weimarisches Wochenblatt vom 4. und 11. Juni 1830, S. 262 und S. 273.
  3. ↑ Todesanzeige in Weimarisches Wochenblatt vom 19. April 1816, S. 150.
  4. ↑ Brief(e) von Ulmann und Sohn, G. an Goethe, Johann Wolfgang. In: deutsche-digitale-bibliothek.de. Abgerufen am 2. September 2026.
  5. ↑ Artikel Banken in: Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte, Weimar 1998, ISBN 3-7400-0807-5, S. 24 f. (hier S. 24.)
  6. ↑ Vgl. seinen Matrikeleintrag: Ephraim Ulmann.
  7. ↑ Schmidt 1993, S. 79f.
  8. ↑ Kreutzmann 2023, S. 171.
  9. ↑ Ab 1802 trug Gabriel Ulmann den Titel „Hof-Commissarius“; vgl. Weimarisches Wochenblatt vom 20. Februar 1802, S. 67, und Hochfürstl. S. Weimar- und Eisenachischer Hof- und Adreß-Calender, auf das Jahr 1803, S. 214.
  10. ↑ Bekanntmachung in Weimarische Wöchentliche Anzeigen vom 8. Februar 1792, S. 41. Ausführlich bei Schmidt 1993, S. 23‒25.
  11. ↑ Todesanzeige und Beisetzungsangabe in Beilage zur Weimarischen Zeitung vom 12. Dezember 1846, S. 503, und vom 23. Januar 1847, S. 31.
  12. ↑ Schmidt 1993, S. 77–79.
  13. ↑ Schmidt 1993, S. 82–86.
  14. ↑ Gesky 1997, S. 188f.; auch wiedergegeben in Schmidt 1993, S. 133f.
Personendaten
NAME Ulmann, Ephraim
KURZBESCHREIBUNG jüdischer Kaufmann und Bankier in Weimar
GEBURTSDATUM 11. Dezember 1770
STERBEDATUM 26. Mai 1830
STERBEORT Weimar