Gaisburg

Wappen von Gaisburg
Wappen von Gaisburg
Wappen von Stuttgart
Wappen von Stuttgart
Gaisburg
Stadtteil von Stuttgart
Karte
Karte
Koordinaten 48° 47′ 18″ N, 9° 13′ 12″ OKoordinaten: 48° 47′ 18″ N, 9° 13′ 12″ O
Fläche 2,72 km²
Einwohner 8622 (31. Mai 2020)
Bevölkerungsdichte 3170 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Apr. 1901
Postleitzahl 70186
Vorwahl 0711
Stadtbezirk Stuttgart-Ost
Quelle: Datenkompass Stuttgart (PDF; 1,5 MB)

Gaisburg ist ein Stadtteil im Stuttgarter Stadtbezirk Stuttgart-Ost. Der historische, nun stark industrialisierte Stadtteil liegt am Neckar östlich der Stadtmitte.

Geschichte

Luftbild des Gaisburger Gaswerks, Dezember 1917
Gaisburg um 1905
Ältestes Haus in Gaisburg
Wandmalereien in der Evang. Stadtpfarrkirche in Gaisburg
Gaskessel in Gaisburg

Der Ortskern geht auf eine im 11. oder 12. Jahrhundert entstandene Burgsiedlung zurück, die im Schutze der Burg Gaisburg entstanden ist. Bis zur Eingemeindung nach Stuttgart am 1. April 1901 war Gaisburg eine selbstständige Gemeinde. Der benachbarte Stadtteil Berg ist ebenso alt, gehörte aber zur herzoglichen Rentkammer und kam schon 1836 zur württembergischen Landeshauptstadt.

Durch ihre Mühlen war die Siedlung schon früh ein wichtiger Standort der Industrie. Im Gefolge der Industriellen Revolution entstanden im 19. Jahrhundert mehrere Wohnsiedlungen und Gaisburg wurde zu einem weitgehend geschlossen bebauten Gebiet.

Bauwerke

Schulen

Gaisburg kann auf eine etwa 400-jährige Schulgeschichte zurückblicken. Heute befindet sich in Gaisburg die staatliche Grundschule Gaisburg.

Wappen

Wappen von Gaisburg
Wappen von Gaisburg
Blasonierung: „In Gold auf grünem Dreiberg eine schwarze Geiß.“
Wappenbegründung: Das Motiv ist seit 1768 auf Siegelbildern nachgewiesen; das älteste bekannte Siegel des Ortes stammt aus dem 18. Jahrhundert und zeigt eine Ziege auf einem Berg. Die Komposition erscheint auch in einem Schild in einem Siegel aus dem 19. Jahrhundert. Ein weiteres Siegel aus dem 19. Jahrhundert zeigt nur eine springende Ziege, keinen Berg. Siegel aus dem späten 19. Jahrhundert zeigen wieder das Wappenbild. Das Wappen ist ein redendes Wappen, eine Ziege (Geiß/Gais-) auf einem Berg (Berg/-burg).

Denkmäler

Eine Gedenktafel an der Haltestelle „Brendle (Großmarkt)“ erinnert an die sogenannte „Katastrophe von Gaisburg“, als bei einem Luftangriff im April 1943 das nahe gelegene Kriegsgefangenenlager getroffen wurde und dabei 434 Personen umkamen.

Söhne und Töchter Gaisburgs

Siehe auch

Gaisburg im Vordergrund, hinten unter anderem Untertürkheim, hinter der Kaminspitze sieht man die Grabkapelle auf dem Württemberg

Literatur

Commons: Stuttgart-Gaisburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. ↑ Burgen und Schlösser in der Stadt Stuttgart (Memento vom 16. November 2007 im Internet Archive)
  2. ↑ Elmar Blessing, Hans Eberle, Petra Ruppert: Alt-Gaisburg und seine Schule: 400 Jahre Schule in Gaisburg; [Chronik Grundschule Gaisburg]. Denkendorf: Hermann, 1996.
  3. ↑ Grundschule Gaisburg. Abgerufen am 21. August 2022.
  4. ↑ Ulrich Gohl: Luftkriegsopfer im Kriegsgefangenenlager Gaisburg („Katastrophe von Gaisburg“). In: Stadtarchiv Stuttgart, Digitales Stadtlexikon. 24. August 2020, abgerufen am 10. September 2020.