Galapagosia minuta

Galapagosia minuta
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Tachininae
Tribus: Leskiini
Gattung: Galapagosia
Art: Galapagosia minuta
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Galapagosia
Curran, 1934
Wissenschaftlicher Name der Art
Galapagosia minuta
Curran, 1934

Galapagosia minuta ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1934 von dem kanadischen Entomologen Charles Howard Curran erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Galapagosia zugeordnet. Das lateinische Art-Epitheton minuta bedeutet „ganz klein“ oder „winzig“. Der Gattungsname nimmt Bezug auf die Typlokalität, die Insel Santa Cruz (Indefatigable Island), eine der Galápagos-Inseln.

Taxonomie

Galapagosia ist monotypisch, das heißt, die Gattung besteht aus nur einer einzigen Art. Galapagosia wird der Tribus Leskiini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.

Merkmale

Es handelt sich um etwa 3,5 mm lange beborstete Fliegen.

Im Folgenden eine Beschreibung der Gattung nach Curran (1934). Die Stirn ist fast ein Fünftel so breit wie der Kopf, mit sechs Paaren von Frontalborsten, wobei das oberste Paar nach hinten gerichtet ist und die unteren beiden Paare unterhalb der Fühlerbasis liegen. Die Ocellarborsten sind von mittlerer Länge. Die Vertikalborsten sind eher schwach ausgeprägt. Die Hinterkopfbehaarung (occipitale Cilien) reicht bis zu den Genae (Wangen). Der Hinterkopf ist hell behaart. Die Genae (Wangen) sind etwa ein Siebtel so breit wie die Augenhöhe, mit grober, spärlicher Behaarung. Das Gesicht unterhalb der Fühlerbasis ist fast so lang wie diese, leicht zurückweichend, der Mundrand etwas vorgezogen. Die Gesichtsleisten sind kahl. Die Parafazialien etwa halb so breit wie das dritte Fühlerglied und kahl. Der Rüssel (Proboscis) ist schwärzlich, der Endabschnitt etwa drei Viertel so lang wie die Kopfhöhe. Die Taster sind eher schlank, zur Spitze hin leicht verdickt, von mittlerer Länge und unten mit einigen kurzen, schwarzen Borstenhaaren besetzt. Die Fühler reichen fast bis zu den Vibrissen. Das dritte Fühlerglied ist kaum doppelt so lang wie das zweite, mit parallelen Rändern und stumpf abgerundeter Spitze. Die Arista (Fühlerborste) ist praktisch kahl, im Basalfünftel verdickt. Die Augen sind kahl. Akrostichalborsten fehlen vollständig, wenngleich zwei der präsuturalen Haare etwas kräftiger sind als die übrigen. Die Dorsozentralborsten haben die Anordnung 3-3, wobei das vordere Paar sehr schwach ist. Die hintere Sublateralborste fehlt. Die Posthumeralborste ist schwach. Es sind zwei schwache Intraalarborsten vorhanden. Zwei Paare von scutellaren Randborsten sind vorhanden. Es sind drei Sternopleuralborsten vorhanden, davon die unterste sehr schwach. Propleura und Prosternum sind kahl. Infrasquamalborsten fehlen. Die Beine sind normal ausgeprägt, die Borsten an den Tibien sind kurz. Die Flügel weisen eine Apikalzelle auf, die etwas vor der Flügelspitze endet und schmal geöffnet ist. Der Knick der vierten Längsader ist ohne Fortsatz. Die Basis der dritten Längsader ist mit ein oder zwei schwachen Basalborsten besetzt. Der Costaldorn ist sehr kurz. Der Hinterleib ist lang, schmal, annähernd zylindrisch und sich verjüngend. Das erste Segment ist ohne Dorsalborsten, das zweite mit einem Paar Randborsten, das dritte und vierte jeweils mit einer Reihe. Diskalborsten fehlen. Die Genitalien sind klein, von oben betrachtet vollständig verborgen.

Im Folgenden eine Beschreibung der Art auf Grundlage eines männlichen Holotyps nach Curran (1934). Der Kopf ist bestäubt. Die Stirnstreifen (Frontalvitta) sind schmaler als jeder der beiden Seitenstirnstreifen (Parafrontalia) und braun gefärbt. Die Fühler sind schwarz, dessen Basalglieder gelblich. Die Taster sind gelb. Der Thorax ist aschgrau bestäubt. Das Mesonotum hat vier braune Längsstreifen: das mittlere Paar steht eng beieinander und wird etwas hinter der Quernaht durch einen einzelnen Mittelstreifen abgelöst. Die äußeren Streifen sind kurz und an der Quernaht breit unterbrochen. Hinter den äußeren Enden der Quernaht befindet sich ein kurzer, bräunlich-schwarzer Streifen. Das Scutellum (Schildchen) ist braun, Basis und breite Seitenränder aschgrau. Die Beine sind braun gefärbt. Die Trochanteren und Schenkelspitzen sind rötlich, die Tibien (Schienen) an der Basis mehr oder weniger breit rötlich. Die Flügel sind aschgrau-hyalin. Die Calyptrae (Schüppchen) sind groß, gelblich getönt. Die Halteren (Schwingkölbchen) sind gelb. Das erste Abdominalsegment ist braun, an den Seiten sehr breit gelb (ausgenommen an der Spitze und an der Basis der Dorsalseite), Unterseite vollständig gelb. Das zweite Segment ist in der Mitte und im hinteren Bereich breit braun, die gelbe Färbung bildet große basale Dreiecke und nimmt die gesamte Unterseite der Tergite ein. Das dritte Segment hat einen deutlich weniger Gelbanteil, die hinteren zwei Fünftel der Unterseite sind schwarz, die auf die Dorsalseite übergreifenden gelben Dreiecke sind schmal und reichen nur etwa ein Viertel in die Breite. Das vierte Segment ist vollständig schwarz. Die basale Hälfte der Tergite ist dicht aschgrau bestäubt, der apikale Teil bräunlich, wobei sich das Braun im Mittelbereich etwas nach vorne erstreckt. Beim vierten Segment ist die graue Bestäubung ausgedehnter und die Spitze glänzend schwarz. Die Genitalien sind recht klein, hinten bräunlich, vorne rötlich. Der braune Bereich ist dicht aschgrau bestäubt.

Verbreitung

Galapagosia minuta kommt endemisch auf den Galápagos-Inseln vor.

Lebensweise

Galapagosia minuta ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 C. H. Curran: The Templeton Crocker Expedition of the California Academy of Sciences, 1932. No. 13, Diptera. In: Proceedings of the California Academy of Sciences 21 (4). 1934, S. 147–172, abgerufen am 24. September 2026 (englisch, auf Seiten 171f.).
  2. 1 2 3 4 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 24. September 2026 (englisch).