Koordinaten: 21° 18′ 0″ N, 14° 57′ 57,6″ W
| Galb Inal | |||||
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| Allgemeines | |||||
| Offizieller Name nach MBD |
Galb Inal | ||||
| Lokalität | |||||
| Land | Mauretanien | ||||
| Region | Dakhlet Nouadhibou | ||||
| Ort | Galb Inal | ||||
| Fall und Bergung | |||||
| beobachtet | nein | ||||
| Datum (Fund) | 2011 | ||||
| Sammlung | Naturhistorisches Museum Wien | ||||
| Beschreibung | |||||
| Typ | Mondmeteorit | ||||
| Masse (total) | 4,05 kg | ||||
| Verwitterung | W1 | ||||
| Herkunft | Mond | ||||
| Referenzen | |||||
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Galb Inal ist ein Mondmeteorit, der 2011 in Mauretanien gefunden wurde. Ein Teil des Meteoriten gehört heute zur Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museum Wien und zählt zu den größten öffentlich ausgestellten Mondgesteinen weltweit.
Der Meteorit wurde im Januar 2011 von Nomaden in einer sandigen Region in der mauretanischen Region Dakhlet Nouadhibou entdeckt. Er lag nördlich einer Eisenbahnlinie und südlich der Grenze im nordwestlichen Teil des Landes. Der Name Galb Inal leitet sich von der nächstgelegenen Siedlung ab, wie es bei Meteoriten nach den Richtlinien der Meteoritical Society üblich ist.
Die Gesamtmasse des Fundes betrug rund 4,05 kg und lag in zwei Bruchstücken vor. Vor dem Eintritt in die Erdatmosphäre hatte der Meteoroid nach Modellrechnungen einen Durchmesser von etwa 18 bis 26 cm und eine Masse von rund 7 bis 23 kg. Ein Großteil der ursprünglichen Masse ging beim Atmosphärenflug verloren.
Der Meteorit zeigt äußerlich eine dunkle bis schwarz glänzende, durch Wind polierte Oberfläche. Das Innere besteht aus einer helleren Gesteinsmatrix mit zahlreichen eingelagerten Bruchstücken unterschiedlicher Gesteinstypen und Mineralfragmente.
Galb Inal wird als lunarer Meteorit klassifiziert, genauer als feldspatische Brekzie – ein aus Bruchstücken verschiedener Mondgesteine zusammengesetztes Trümmergestein, das bei Einschlagereignissen auf dem Mond entstanden ist. Der Meteorit weist eine geringe Schockmetamorphose (niedrige Schockstufe) und einen niedrigen Verwitterungsgrad (W1) auf, was auf eine vergleichsweise kurze Verweildauer an der Oberfläche und relativ frische Erhaltung schließen lässt.
Dünnschliffuntersuchungen zeigen eine komplexe Brekzie mit:
Zu den nachgewiesenen Mineralen gehören unter anderem Feldspäte, Pyroxene sowie Titan- und Eisenoxide wie Ilmenit und Chromit sowie Phosphate (Apatit).
Der Meteorit Galb Inal besteht aus zwei Hälften. Eine Hälfte des Meteoriten wurde in Scheiben geschnitten und befindet sich hauptsächlich in verschiedenen Privatsammlungen und ein kleiner Teil wurde zu Forschungszwecken verwendet. Die andere Hälfte befindet sich in der Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums Wien (NHM Wien). Das dort ausgestellte Stück wiegt etwa 1,84 kg, misst rund 13 × 10,5 × 9,5 cm und zählt damit zu den größten Mondgesteinen, die weltweit öffentlich gezeigt werden.
Der Ankauf für das NHM Wien wurde durch eine testamentarische Schenkung der Wiener Amateurastronomin Hatice Skarits ermöglicht, die dem Museum Mittel zum Erwerb eines besonderen Meteoriten hinterließ. Seit 2020 ist Galb Inal im Meteoritensaal (Saal 5) des Museums ausgestellt, in unmittelbarer Nähe zu Gesteinsproben der Apollo-Missionen.