Gallocyanin

Strukturformel
Strukturformel von Gallocyanin
Allgemeines
Name Gallocyanin
Andere Namen
  • 7-Dimethylamino-4-hydroxy-3-oxo-phenoxazin-1-carboxylsäure
  • C.I. Mordant Blue 10
  • C.I. 51030
  • Gallozyanin
Summenformel C15H12N2O5·HCl (Hydrochlorid)
Kurzbeschreibung

schwarzer Feststoff

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1562-85-2
EG-Nummer 216-345-7
ECHA-InfoCard 100.014.860
PubChem 73801
ChemSpider 21429647
Wikidata Q19597271
Eigenschaften
Molare Masse 336,73 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit

schwer löslich in heißem Wasser, Ethanol und Eisessig

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Gallocyanin, systematische Bezeichnung nach dem Colour Index Mordant Blue 10, ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phenoxazinfarbstoffe und der Beizenfarbstoffe.

Gewinnung und Darstellung

Gallocyanin kann durch Reaktion von Nitrosodimethylanilin mit Gallussäure gewonnen werden.

Eigenschaften

Gallocyanin ist ein schwarzer Feststoff, der schwer löslich in heißem Wasser ist. Alkalien lösen es leicht mit rötlichvioletter Farbe.

Verwendung

Gallocyanin wird für den Kattundruck und die Wollfärberei verwendet. Mit Chromalaun bildet es einen Chelatkomplex, der bei der Gallocyanin-Chromalaun-Färbung für Nukleinsäuren verwendet wird. Diese wurde 1921 von Ernst Siegfried Becher eingeführt.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Datenblatt Gallocyanin, Dye content 90 % bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 14. Oktober 2018 (PDF).
  2. 1 2 Rudolf Nietzki: Chemie der organischen Farbstoffe. BoD – Books on Demand, 2017, S. 223 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. 1 2 Georg Lunge, Ernst Berl: Chemisch-technische Untersuchungsmethoden. Band 3. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-662-38269-1, S. 1071 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. ↑ S. Becher: Untersuchungen über Echtfärbung der Zellkerne mit künstlichen Beizenfarbstoffen und die Theorie des histologischen Färbeprozesses mit gelösten Lacken. Gebrüder Borntraeger, Berlin 1921.
  5. ↑ Hans Lyon: Theory and Strategy in Histochemistry - A Guide to the Selection and Understanding of Techniques. Springer Science & Business Media, 2012, ISBN 978-3-642-73742-8, S. 117 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. ↑ L. Heilmeyer: Blut und Blutkrankheiten. Teil 1: Allgemeine Hämatologie und Physiopathologie des Erythrocytären Systems. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-95036-0, S. 141 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).