Gaston Raoult

Gaston Joseph Raoult (* 9. Dezember 1921 in Le Havre; † wahrscheinlich 16. Januar 1945 in Bad Salzungen) war ein Häftling im KZ Buchenwald, der in der römisch-katholischen Kirche als Seliger verehrt wird.

Leben

Raoult wurde als Sohn von Lucien und Louise Raoult geboren. Am 12. Dezember 1921 wurde er in der Kirche Saint-Leon in seiner Geburtsstadt getauft. Bereits 1934 wurde er bei den Pfadfindern aktiv, später Leiter. Im April 1943 wurde er zum Service du travail obligatoire eingezogen und in die Hasper Hütte („Klöcknerwerke“) geschickt.

Während der Zeit dort förderte er ein katholisches Netzwerk unter den Zwangsarbeitern, das Gebetstreffen, Oster- und Weihnachtswachen, u. ä. organisiert. Am 9. September 1944 wurde er im Zuge der Bekämpfung der Action catholique unter der Arbeiterschaft festgesetzt. Ihm wurde vorgeworfen, Widerstandskämpfer und Anführer und Hauptinitiator einer derartigen Gruppe zu sein.

Am 20. Dezember 1944 wurde er in das KZ Buchenwald deportiert. Seine Häftlingsnummer war 82888.

Raoult starb beim Arbeitseinsatz in den Kalibergwerken von Bad Salzungen. Sein genaues Todesdatum ist nicht geklärt, angenommen wird der 16. Januar 1945. Mutmaßlich wurde er am 24. Januar eingeäschert.

Verehrung

Papst Leo XIV. erkannte am 20. Juni 2025 das Martyrium Raoults in odium fidei an.

Am 13. Dezember 2025 wurde er mit 49 weiteren Gefährten durch Kardinal Jean-Claude Hollerich in Notre-Dame de Paris selig gesprochen.

Einzelnachweise

  1. ↑ Gaston Raoult. Abgerufen am 17. Juni 2026 (französisch).
  2. ↑ Annuaire. In: Havrais en resistance. 7. Februar 2024, abgerufen am 17. Juni 2026 (französisch).
  3. ↑ Gaston Raoult. Abgerufen am 29. Juni 2026 (französisch).
Personendaten
NAME Raoult, Gaston
ALTERNATIVNAMEN Raoult, Gaston Joseph (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG französischer Seliger
GEBURTSDATUM 9. Dezember 1921
GEBURTSORT Le Havre
STERBEDATUM unsicher: 16. Januar 1945
STERBEORT Bad Salzungen