| Gattberg | ||
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| Der Butterstein im Steinernen Meer auf dem Gattberg | ||
| Höhe | 127 m ü. NHN | |
| Lage | Belm | |
| Gebirge | Osnabrücker Bergland | |
| Koordinaten | 52° 19′ 39″ N, 8° 8′ 2″ O | |
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| Besonderheiten | Naturschutzgebiet Steinernes Meer | |
Der Gattberg ist eine 127 m hohe flache, waldbedeckte Erhebung als Teils des Osnabrücker Berglandes im Belmer Ortsteil Vehrte, die mit ihrem Reichtum an eiszeitlichen Findlingen im Osnabrücker Land einmalig ist. Ein 13 ha großes Areal ist als Naturschutzgebiet „Steinernes Meer“ ausgewiesen. Hier finden sich riesige, bis zu 3,80 m hohe Findlinge. Der größte ist der „Butterstein“, ein würfelförmiger Findling mit etwa 3,40 m Kantenlänge, der aber nur ca. 1,40 m aus dem Boden ragt.
Ein rötlich-grauer, dachförmiger Granitfindling von 1,65 m Länge, 1,20 m Breite und 0,75 m Höhe liegt inmitten des dortigen Hügelgräberfeldes. Auf der Schräge im Süden findet sich eine schälchenförmige Eintiefung mit einer Tiefe von 1,5 cm und einem Durchmesser von 5 cm, im Nordwesten weist der Stein eine fußsohlenartige Einmeißelung von etwa 7–10 cm Breite und 23 cm Länge auf. Bei der archäologischen Untersuchung wurde festgestellt, dass der Stein von einem künstlich angelegten Pflaster aus etwa faustgroßen Geröllsteinen umgeben ist. Die Funktion solcher und ähnlicher Steine dürfte, nach den Bearbeitungsspuren sowie ihrer Lage, Stellung und Größe zu urteilen, im Bereich des Kultischen zu suchen sein. Die genaue zeitliche Einordnung ist in der Regel unmöglich, ein jungsteinzeitliches oder bronzezeitliches Alter ist aber zu vermuten.
1898 wurde auf der Suche nach Kalisalz von der Kali-Bohrgesellschaft Wilhelminenhall eine Explorationsbohrung angelegt. Anstelle von Kalisalz stieß man am 26. Mai 1898 auf Karbongebirge, welches in 542 Metern Teufe auch Kohleflöze führte. Anstelle der Kalisalzförderung wurde daraufhin das Grubenfeld Johanna auf Steinkohle verliehen, ein Abbau unterblieb jedoch. Bei weiteren Explorationsarbeiten verunfallte der Bohrmeister Lorenz Müller am 8. Dezember 1898 tödlich. Später wurden die Überreste der Bohrung fälschlicherweise als Grabhügel gedeutet.