Gebhard Hees

Gebhard Hees (* 8. April 1926 in Jungenthal; † 1. November 2009 in Berlin) war ein deutscher Bauingenieur und Professor für Baustatik.

Leben

Gebhard Hees wurde 1965 von der Technischen Hochschule Stuttgart mit einer Dissertation über die Verallgemeinerung des Kraftgrößenverfahrens und Formänderungsgrößenverfahrens aufgrund einer mathematischen Analyse zum Dr.-Ing. promoviert. 1968 habilitierte sich Hees mit der Schrift Die Berechnung von Biegeträgern bei nichtlinearen Momenten-Krümmungs-Beziehungen. Sein wissenschaftlicher Lehrer war Friedrich Wilhelm Bornscheuer.

Im Jahr 1972 übernahm er den Lehrstuhl für Statik der Baukonstruktionen an der Technischen Universität Berlin, den er bis 1991 innehatte. An diesem Lehrstuhl erhielten beispielsweise Klaus Berner, Karl-Eugen Kurrer und Werner Lorenz ihre erste wissenschaftliche Prägung. Von 1987 bis 1988 war er Dekan der Fakultät für Bauingenieurwesen. 1985 übernahm Hees von Robert von Halász die Schriftleitung der Zeitschrift Bautechnik, eine Position, die er bis 1991 bekleidete.

Nach seiner Emeritierung wurde Gebhard Hees Ende 1991 zum Präsidenten der Baukammer Berlin gewählt, der er bis zum Jahresende 1997 vorstand. Anschließend engagierte er sich im Bildungsausschuss der Kammer. Zu seinen ehrenamtlichen Aufgaben zählte auch die Mitgliedschaft in der Jury für den Schinkelpreis, in der er sich für den Nachwuchs der Fachsparte Konstruktiver Ingenieurbau engagierte.

Veröffentlichungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Klaus Dierks und Klaus Berner: Gebhard Hees gestorben. In: Bautechnik. 87. Jahrgang, Nr. 2. Ernst & Sohn, Berlin 2010, S. 121–122.
  2. ↑ Deutsches IngenieurBlatt Januar/Februar 1998, S. 10
  3. ↑ Todesanzeigen, Der Tagesspiegel vom 22. November 2009, S. 16
Personendaten
NAME Hees, Gebhard
KURZBESCHREIBUNG deutscher Bauingenieur und Professor
GEBURTSDATUM 8. April 1926
GEBURTSORT Jungenthal
STERBEDATUM 1. November 2009
STERBEORT Berlin