| Landkrabben | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gecarcinidae | ||||||||||||
| MacLeay, 1838 |
Die Landkrabben (Gecarcinidae) sind eine Familie aus der Teilordnung der Krabben (Brachyura) innerhalb der Zehnfußkrebse (Decapoda) und leben mit knapp 30 Arten in tropischen Küstenregionen. Sie sind ausschließliche Landtiere, die das Meer nur zur Eiablage aufsuchen und deren Larven sich im Meer entwickeln. Landkrabben leben tagsüber in Höhlen unter Mangroven oder in tiefen, selbstgegrabenen Löchern, die bei manchen Arten bis an das Grundwasser reichen. Sie fressen bevorzugt Pflanzen und Aas und suchen ihre Nahrung vor allem in der Nacht oder in der Dämmerung.
Die Kiemenkammer der Landkrabben wird von einem dünnhäutigen Wassersack mit Feuchtigkeit versorgt und hat die Funktion einer Ersatzlunge übernommen.
Die Begattung der Landkrabben findet an Land statt. Nur die Weibchen wandern zum Meer, um die schlüpfenden Larven abzusetzen. Diese leben einige Wochen im Meer und wandern nach ihrer Metamorphose an Land. In der ersten Zeit halten sie sich sehr versteckt nur an besonders feuchten Stellen auf, da die Kiemen sich erst anpassen müssen.
Durch ihre Ernährungs- und Lebensweise nehmen die Landkrabben eine wichtige Stellung im Ökosystem der Inseln und Küstenstreifen ein, die sie bewohnen. Durch das Graben von Wohnhöhlen lockern sie die Erde und beschleunigen, ähnlich wie in anderen Regionen die Regenwürmer, durch ihre pflanzliche Ernährung den Laubzerfall. Als Aasfresser reduzieren sie die Ausbreitung von Ungeziefer. Auf kleinen Inseln können die Landkrabben an der Spitze der Nahrungspyramide als Spitzenprädatoren fungieren.
Ein in der Natur bislang einzigartiges hydrostatisches Skelett aus Gas und Wasser weist die Landkrabbe Gecarcinus lateralis in der Phase nach einer Häutung auf: Nach Abwurf des alten Panzers blähen sich die Tiere mithilfe von komprimiertem Gas in ihrem Darm auf. Auf diese Weise erhält der Körper des auch als Halloweenkrabbe bezeichneten Tieres die nötige Stabilität, bis ihr – unter dem alten Panzer zwar schon vollständig ausgebildeter, aber noch zu weicher – neuer Panzer ausreichend ausgehärtet ist.
Die Landkrabben sind wahrscheinlich keine monophyletische Gruppe. Dementsprechend sind noch einige Veränderungen innerhalb der Systematik zu erwarten. Derzeit werden die Landkrabben in vier Gattungen eingeteilt.

Stand August 2026 sind folgende Gattungen und Arten der Familie zugeordnet: