Der General der Motorisierung war die Bezeichnung von zwei Dienststellungen der Wehrmacht und bestanden von September 1942 bis Kriegsende.
Am 10. September 1942 wurde die Bildung der Dienststelle als General der Motorisierung im OKW und der Dienststelle als General der Motorisierung im OKH befohlen.
Am 16. Februar 1943 erging der Befehl zur Einrichtung der Stelle eines Chefs des Wehrmachtkraftfahrwesens (Ch WKW) im OKW aus der Dienststelle als General der Motorisierung im OKW. Dieser unterstand direkt dem Chef des OKW (Wilhelm Keitel) und vereinte die Verantwortlichkeiten bzgl. Kraftfahrzeugangelegenheiten der Wehrmacht. Für diese Dienststelle wurde zwei Außenstellen Zentralkraft Ost und Zentralkraft West eingerichtet. Ab 1944 war der Chef des Wehrmachtkraftfahrwesens auch als Bevollmächtigter für das Kraftfahrzeugwesen (BdK, inkl. Luftwaffe und Marine) und Bevollmächtigter des Führers für Kraftfahrzeugeinsatz und -erfassung (BdF) eingesetzt.
Die Dienststelle war eng mit der Dienststelle des Generalinspekteur für das Kraftfahrwesen (Gen Insp Kfw) im OKW verknüpft, welche direkt Hitler unterstellt war.
Im OKH war die Dienststelle der Funktion nach als Waffeninspektion eingestuft. Die Dienststelle kontrollierte die Abteilung Kraftfahrwesen und Heeresmotorisierung (In 12), später Kraftfahrparktruppen, des Allgemeinen Heeresamtes. Der Dienststelle wurde Ende 1942 ein Höherer Offizier der Kraftfahrparktruppen in der Stellung eines Infanterie-Kommandeurs zugeordnet, welcher ab März 1944 in Personalunion Abteilungsleiter von In 12 war und kurz vor Kriegsende Inspekteur der Kraftfahrparktruppen wurde.
Im gleichen Jahr wurde dem General der Motorisierung der neu eingerichtete Chef des Instandsetzungswesens (ChefInst), welche aus Teilen der In 12 gebildet wurde, zugeteilt.
1944 wurde der General der Motorisierung in den General der Kraftfahrwesens (GendKfw) umbenannt, vormals kurzzeitig als Chef des Heereskraftfahrtwesens bezeichnet.
Gliederung im November 1942:
Beide Dienststellen wurden in Personalunion geführt.
Der General der Kraftfahrparktruppen Ost war bis Oktober 1943 dem General der Motorisierung unterstellt. Anschließend war er als General der Kraftfahrparktruppen des Feldheeres direkt beim Generalquartiermeister der Oberkommandos des Heeres angesiedelt.