Gennadi Markowitsch Chenkin

Gennadi Chenkin (Henkin)

Gennadi Markowitsch Chenkin, russisch Геннадий Маркович Хенкин, englische Transkription Gennadi Henkin, auch Khenkin transkribiert, (* 26. Oktober 1942 in Moskau; † 19. Januar 2016 in Paris) war ein russischer Mathematiker und mathematischer Ökonom.

Leben

Chenkin studierte an der Lomonossow-Universität, an der er 1967 promoviert wurde und 1973 habilitiert wurde (russischer Doktortitel). Ab 1973 war er leitender Wissenschaftler am zentralen Institut für Wirtschaftsmathematik der Russischen Akademie der Wissenschaften. Ab 1991 war er Professor an der Universität Paris VI (Pierre et Marie Curie).

Er veröffentlichte über komplexe Analysis (insbesondere Integraldarstellungen in mehreren komplexen Variablen), Funktionalanalysis, mathematische Wirtschaftswissenschaften, Evolutionsgleichungen, Integralgeometrie und inverse Probleme (unter anderem mit Anwendung in der Seismologie).

1983 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Warschau (Tangent Cauchy-Riemann equations and the Yang-Mills, Higgs and Dirac fields). 1992 erhielt er den Kondratjew-Preis in mathematischer Ökonomie der Russischen Akademie der Wissenschaften für Arbeiten über Schumpeter-Dynamik und nichtlineare Wellentheorie. 2011 erhielt er den Stefan Bergman Prize für fundamentale Beiträge zur Theorie von Funktionen auf komplexen Mannigfaltigkeiten, Integraldarstellungen in mehreren komplexen Variablen und die multidimensionalen Cauchy-Riemann-Gleichungen (Laudatio).

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ http://mathecon.cemi.rssi.ru/henkin/ (russisch), abgerufen am 25. Juni 2017
  2. ↑ Gennadi Markowitsch Chenkin im Mathematics Genealogy Project (englisch)
Personendaten
NAME Chenkin, Gennadi Markowitsch
ALTERNATIVNAMEN Henkin, Gennadi; Хенкин, Геннадий Маркович (russisch)
KURZBESCHREIBUNG russischer Mathematiker
GEBURTSDATUM 26. Oktober 1942
GEBURTSORT Moskau
STERBEDATUM 19. Januar 2016
STERBEORT Paris