
Konrad Ludwig Georg Baring, seit 1832 Freiherr von Baring (* 8. März 1773 in Hannover; † 27. Februar 1848 in Wiesbaden) war ein hannoverscher Generalleutnant.
Baring entstammte dem niedersächsischen Zweig der Familie Baring. Er trat Ende Juni 1787 als Kadett in das Infanterie-Regiment Nr. 6 der Kurhannoverschen Armee ein und avancierte bis Ende November 1794 zum Premierleutnant. Nach der Konvention von Artlenburg und der Auflösung der Armee trat er im November 1803 (Datierung der Kommission vom 17. November) als Kapitän in die King's Germans ein, die ab dem 19. Dezember 1803 als King’s German Legion bezeichnet wurde. Damit war er eines der ersten Mitglieder dieser Truppe. Er nahm an den Feldzügen nach Hannover (1805), in die Ostsee (1807–1808), auf die Pyrenäenhalbinsel (1808–1813), an die Schelde (1809), Südfrankreich (1813–1814) und in die Niederlande (1814) teil. Am 16. Mai 1811 wurde er in der Schlacht von Albuera leicht verwundet und rückte Anfang April 1814 zum Major auf. Am 18. Juni 1815 wurde er zum Oberstleutnant befördert.


Bekannt wurde Baring als Kommandeur des 2. Leichten Bataillons, das den Hof La Haye Sainte in der Schlacht von Waterloo am 18. Juni 1815 verteidigte. Er glaubte die Schlacht schon verloren, als seine Leute ihm plötzlich das „Viktoria“ zuriefen. Über die Ereignisse des Tages schrieb er einen ausführlichen Bericht, der mit folgenden Zeilen endet:

Nach der Auflösung der King’s German Legion trat Baring mit seinem Dienstgrad als Oberstleutnant in die neu gegründete Hannoversche Armee ein und war ab dem 1. März 1816 im Garde-Grenadier-Bataillon des 2. Infanterie-Regiments tätig. Am 1. April 1820 erfolgte seine Ernennung zum Kommandeur des Garde-Grenadier-Regiments und er avancierte am 26. Dezember 1828 zum Oberst. Zugleich war Baring ab 1830 Flügeladjutant von König Wilhelm IV. und wurde von diesem am 18. Juni 1832, dem 17. Jahrestag der Schlacht von Waterloo, für seine Verdienste in den Freiherrenstand des Königreichs Hannover erhoben.
Zusätzlich war er bis Ende Februar 1845 Kommandant der Residenzstadt Hannover. Nachdem 1833 die Armee verkleinert wurde, erhielt Baring unter Belassung in seiner Stellung als Flügeladjutant das Kommando über das 2. Linien-Bataillon. Am 4. Januar 1834 wurde er Generalmajor und als solcher am 12. Februar 1834 Kommandeur der 1. Infanterie-Brigade. Mit der Beförderung zum Generalleutnant übernahm Baring am 4. Juni 1846 die 2. Infanterie-Division in Osnabrück. Er starb am 27. Februar 1848 während eines Kuraufenthaltes in Wiesbaden und wurde auf dem dortigen Alten Friedhof beerdigt. Als dieser Friedhof 1973 zu einem Erholungspark umgestaltet wurde, blieb Barings Grabstein erhalten und erhielt einen neuen Standort in seiner Heimatstadt Hannover. Er steht jetzt dort vor dem Hauptstaatsarchiv unweit des heutigen Landtages und ehemaligen Königsschlosses.
Eine Straße in der Innenstadt Hannovers wurde nach ihm benannt.

Das Baring mit der Erhebung in den Freiherrnstand verliehene redende Wappen zeigt im silbernen Schild den schwarzen Kopf eines Bären, Ring in selber Farbe durch die Nase. Auf dem Schild eine Freiherrenkrone, darüber auf dem schwarz-silbern bewulsteten Helm mit schwarz-silbernen Decken der gleiche Bärenkopf. Als Schildhalter rechts ein brauner Windhund mit goldenem Halsband, links ein goldener Löwe. Wahlspruch: „Fides et Sinceritas“. Da Barings Ehe mit Julie von Horn (1848–1872) kinderlos blieb, erlosch der freiherrliche Titel mit dem Tod seiner Witwe.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Baring, Georg von |
| ALTERNATIVNAMEN | Baring, Konrad Ludwig Georg Freiherr von (vollständiger Name); Baring, George |
| KURZBESCHREIBUNG | hannoverscher Generalleutnant |
| GEBURTSDATUM | 8. März 1773 |
| GEBURTSORT | Hannover |
| STERBEDATUM | 27. Februar 1848 |
| STERBEORT | Wiesbaden |