Georg Holzwarth (* 28. August 1943 in Schwäbisch Gmünd; † 26. September 2024 in Tübingen) war ein deutscher Schriftsteller und Hörspielautor.
Holzwarth wuchs in Lautern in einer stark dialektal geprägten Umgebung auf und lernte die hochdeutsche Schriftsprache erst in der Schule kennen. Nach dem Abitur studierte er Geschichte, Germanistik und Philosophie. Er war von 1970 bis 1987 im Schuldienst tätig. Seit 1987 war Holzwarth freier Schriftsteller und Rundfunkautor.
Holzwarths Werk umfasst Romane, Erzählungen, Lyrik, Essays und Hörspiele, zum Teil in schwäbischer Mundart. Seine ersten Dialektgedichte entstanden Anfang der 1970er Jahre in der Auseinandersetzung mit seiner Kindheit und als Reaktion auf das Fehlen zeitgenössischer schwäbischer Dialektdichtung. Vorbilder für seinen experimentellen und spielerischen Umgang mit der Sprache waren der Dadaismus und die Wiener Gruppe um H. C. Artmann. In seinem Dialektwerk arbeitete Holzwarth sprachkritisch und brach etablierte Redensarten auf; der Dialekt wird als ästhetisches Mittel eingesetzt. Auch in den hochdeutschen Arbeiten verwendete er dialektale Formulierungen, um seine Texte regional zu verankern.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Holzwarth, Georg |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller und Hörspielautor |
| GEBURTSDATUM | 28. August 1943 |
| GEBURTSORT | Schwäbisch Gmünd |
| STERBEDATUM | 26. September 2024 |
| STERBEORT | Tübingen |