Georg Pfeffer (Zoologe)

Chiroteuthis veranyi, Pfeffer 1912

Johann Georg Pfeffer (* 7. März 1854 in Berlin; † 4. Dezember 1931 in Hamburg) war ein deutscher Zoologe.

Leben

Pfeffer war Malakologe und ab 1879 hauptamtlicher Kurator für Zoologie des Naturhistorischen Museums Hamburg. Er veröffentlichte wissenschaftliche Werke hauptsächlich über Kopffüßer (Cephalopoda). Er beschrieb unter anderem die Wunderlampen (Lycoteuthis). Pfeffer versuchte die Darwin’sche Lehre weiter zu vereinfachen. Dazu merkte er folgendes an:

„Der Kampf ums Dasein merzt alle schlechten Stücke aus und läßt einige dem Durchschnitt der tadellosen Stücke angehörende Individuen der Art überleben; Veränderungen der äußeren Lebensbedingungen verändern die Arten, indem sie den Durchschnitt der überlebenden Stücke verändern, der Masse der Art also ein anderes Gesammtgepräge aufdrücken und sie Verwandten gegenüber als eine andere Passe, Varietät oder Art erscheinen lassen. Der übrige Theil der DARWIN’schen Lehre, nämlich die allmähliche Züchtung der neuen Passen und Arten, erscheint somit unnöthig; der ureigentliche DARWIN'sche Grundsatz vom Überleben des Passenden genügt für das Verständnis der in Frage kommenden Formveränderungen.“

– Georg Pfeffer: Verhandlungen der Deutschen Zoologischen Gesellschaft. S. 77.

1921 wurde Pfeffer Honorarprofessor für Zoologie an der Universität Hamburg. Er hatte zuvor mehrere Rufe auf Lehrstühle anderer Universitäten und Direktorate von Museen abgelehnt.

Georg Pfeffer war ab 1913 mit Mathilde (geborene Tiedemann, verwitwete Cracauer) verheiratet.

Schriften (Auswahl)

  1. Atlas mit Erklärungen. 1912.
  2. Text mit Kommentar. 1912.

Einzelnachweise

  1. ↑ Staatsarchiv Hamburg: Personenstandsregister, Sterberegister, 1876–1950; Bestand: 332-5; Signatur: 332-5_983, Standesamt 22, 1931, Band 2, Nr. 840.
  2. 1 2 Matthias Glaubrecht: Vom Naturhistorischen Museum zum Evolutioneum. In: Rainer Nicolaysen, Eckart Krause, Gunnar B. Zimmermann (Hrsg.): 100 Jahre Universität Hamburg (= Studien zur Hamburger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte). Band 4. Wallstein, Göttingen 2024, ISBN 978-3-8353-8516-0, S. 252.
  3. ↑ Verhandlungen der Deutschen Zoologischen Gesellschaft – Internet Archive
  4. ↑ Georg Pfeffer im Hamburger Professorinnen- und Professorenkatalog (abgerufen am 6. Januar 2026) 
  5. ↑ Staatsarchiv Hamburg: Personenstandsregister, Sterberegister, 1876–1950. Standesamt 22, 1913, Nr. 314.
Personendaten
NAME Pfeffer, Georg
ALTERNATIVNAMEN Pfeffer, Johann Georg (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Zoologe
GEBURTSDATUM 7. März 1854
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 4. Dezember 1931
STERBEORT Hamburg