

Georg Mentz (* 31. März 1870 in Apolda; † 26. Juni 1943 in Jena) war ein deutscher Neuzeithistoriker.
Mentz war der Sohn des Oberbürgermeisters von Apolda Hugo Mentz und dessen Frau Sophie, geb. Dobbert. Er absolviert das Gymnasium in Jena, studierte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Geschichte und wurde 1892 bei Ottokar Lorenz promoviert. 1896 habilitierte er sich und 1901 wurde er nichtbeamteter Professor und 1910 beamteter außerordentlicher Professor in Jena. 1923 wurde er ordentlicher Professor.
Er befasste sich mit deutscher Geschichte im 16. und 17. Jahrhundert und thüringischer Landesgeschichte (Herzogtum Weimar, Biographie von Johann Friedrich I. (Sachsen)). Bekannt war er auch durch sein 1913 erschienenes Handbuch der Deutschen Geschichte im Zeitalter der Reformation, der Gegenreformation und des Dreißigjährigen Krieges.
Von 1931 bis 1940 leitete er den Verein für thüringische Geschichte und Altertumskunde, war bis 1939 der Schriftleiter von dessen Zeitschrift und wurde 1937 Ehrenmitglied der neugegründeten Thüringischen Historischen Kommission.
Er stand politisch Friedrich Naumann nahe und war seit 1918 Mitglied der DDP. Er war aktiv im Verein für das Deutschtum im Ausland (VDA), bei dem er seit 1897 Mitglied war und dessen Thüringer Landesverband er 1907 bis 1933 vorstand. In einer Glückwunsch-Adresse zum siebzigsten Geburtstag wurde er als „alter Vorkämpfer des Auslandsdeutschtums“ bezeichnet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mentz, Georg |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1870 |
| GEBURTSORT | Apolda |
| STERBEDATUM | 26. Juni 1943 |
| STERBEORT | Jena |