Georg Michael Kalvius (* 10. Februar 1933 in Braunschweig; † 5. November 2021 in Luzern) war ein deutscher Physiker (Festkörperphysik) und Ordinarius für Experimentalphysik an der TU München.
Nach dem Abitur an der Waldorfschule in Benefeld 1953 studierte Kalvius bis 1958 an der Universität Göttingen und an der Technischen Hochschule München. 1961 wurde er an der Technischen Hochschule bei Heinz Maier-Leibnitz zum Dr. rer. nat. promoviert. Nach Lehr- und Forschungsaufenthalten von 1963 bis 1970 an der Case Western Reserve University und am Argonne National Laboratory wurde er 1970 als Professor an das Physik Department der TU München in Garching berufen. Dort war er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2001 einer der Direktoren des Instituts für Kernphysik und Nukleare Festkörperphysik.
Kalvius gehört zu den Pionieren der Mößbauerspektroskopie. Er untersuchte damit, und später auch mit Myonenspinspektroskopie, die magnetischen Eigenschaften der Seltenen Erden und der Aktiniden und ihrer Verbindungen, wobei hohe Drücke und sehr tiefe Temperaturen zum Einsatz kamen.
Er war von 1977 bis 2000 Kodirektor des Forschungsreaktors München, von 1979 bis 1985 Vorsitzender des International Board on the Application of Mössbauer Effect (IBAME) und von 1982 bis 1992 Vorsitzender der Magnetism Section of the Condensed Matter Division of the European Physical Society. Kalvius erhielt 1986 den Gay-Lussac-Humboldt-Preis.
Kalvius starb im November 2011 Luzern.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kalvius, Georg Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Physiker |
| GEBURTSDATUM | 10. Februar 1933 |
| GEBURTSORT | Braunschweig |
| STERBEDATUM | 5. November 2021 |
| STERBEORT | Luzern |