Georg Ries (* 9. September 1872 in Hemmersheim; † 1947 in Burgbernheim) war ein deutscher Volkskundler und Liedersammler sowie Politiker der DDP.
Georg Ries wurde als Sohn des Seilermeisters Johann Jobst Ries und seiner Ehefrau Margaretha Barbara Landeck geboren und besuchte die Präparandenschule (Vorbereitungsschule für das Lehramt) in Rothenburg und das Lehrerseminar in Schwabach, um anschließend eine Stelle als Hilfslehrer in Lehrberg zu besetzen. Danach war er Lehrer in Urfertshofen und gründete dort 1896 einen Obst- und Gartenbauverein. 1899 wurde er Lehrer und Kantor in Trautskirchen und 1908 zum Bezirksoberlehrer im Bezirksamt Neustadt ernannt. Vom 1. November 1912 an war Ries als Realschullehrer für die Fächer Deutsch und Rechnen an der Kreisackerbauschule und der Kreishaushaltungsschule in Triesdorf tätig und wurde später zum Studienrat befördert.
Er engagierte sich in der Politik und war Vorsitzender des Deutschen Bauernbundes für den Bezirk Neustadt und trat später in die Deutsche Demokratische Partei ein. Am 3. Juli 1919 kam er als Nachrücker für den ausgetretenen Abgeordneten Ludwig Quidde in den Bayerischen Landtag und gehörte dem Kreistag von Mittelfranken (heute Bezirkstag) sowie dem Bezirkstag Feuchtwangen zwischen 1919 und 1924 bzw. 1928 an.
1897 heiratete er Helene Bogendörfer, mit der er vier Kinder hatte. Er widmete sich der Bienenzucht und dem Obst- bzw. Gemüseanbau und entfaltete eine umfangreiche Publikationstätigkeit mit zahlreichen Beiträgen in der Tagespresse, in den Zeitschriften "Bayerische Lehrerzeitung", "Die Scholle" und "Wegweiser für Obst- und Gartenbau".
Georg Ries in der Parlamentsdatenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte in der Bavariathek.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ries, Georg |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Volkskundler, Mitglied des Bayerischen Landtags (DDP) |
| GEBURTSDATUM | 9. September 1872 |
| GEBURTSORT | Hemmersheim |
| STERBEDATUM | 1947 |
| STERBEORT | Burgbernheim |