


Georg Salner (* 16. Mai 1958 in Galtür, Tirol) ist ein österreichischer bildender Künstler. Er lebt und arbeitet in Wien.
Georg Salner wuchs als drittes von sieben Kindern in Galtür auf. Die Eltern waren Christina (1927–1975) und Josef Salner (1920–2012). In die Jahre von 1968 bis 1976 fiel die Internatszeit am humanistischen Gymnasium Paulinum in Schwaz mit Förderung der künstlerischen Begabung und Reifeprüfung (Schwerpunkt antike Sprachen und Kunst). Von 1977 bis 1982 besuchte er die Meisterklasse für Grafik an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Maximilian Melcher. Seine Spezialisierungen dort waren Miniatur-Radierung und Zeichnung. Zeitgleich mit ihm studierten die Brüder Luis und Arthur an der Akademie, später auch die Schwester Wally Salner. Während der Studienzeit unternahm er zwei große Überlandreisen, u. a. nach Afghanistan, Indien und in verschiedene Himalayaregionen (1978/79). Ein fünfmonatiger gemeinsamer Aufenthalt in Nepal und Indien 1983/84 stand am Anfang der Lebensgemeinschaft mit seiner Frau. Die gemeinsame Tochter wurde 1985 geboren.
Früh wurden Fachleute auf ihn aufmerksam, darunter Walter Koschatzky, langjähriger Direktor der Albertina, der Kunsthistoriker Kristian Sotriffer und Peter Baum, der ihm 1991 auch seine erste Museumseinzelausstellung im Wolfgang-Gurlitt-Museum, der Neuen Galerie der Stadt Linz (später Lentos Kunstmuseum Linz) ausrichtete. Im Atelier entstanden ab 1984 die ersten Tafelbildserien in Kasein auf Leinwand, ab 1988 die Serie hemispheres auf Aluminium. 1990 wurde ihm ein sechsjähriges staatliches Atelierstipendium zugesprochen und auch dadurch eine nachhaltige Präsenz in der österreichischen Gegenwartskunst ermöglicht. Seine Ateliernachbarn in den österreichischen Bundesateliers der Heller-Fabrik waren u. a. Franz Graf, Walter Vopava und Martin Beck.
Im sehr divers und konzeptuell angelegten, an unterschiedlichsten Ausprägungen von Design (Kommunikationsdesign) orientierten Werk Georg Salners ergänzen sich Arbeiten auf Papier, Tafelbild-Serien in unterschiedlichen Produktionsweisen bzw. objekthaften Abwandlungen, Objektinstallationen (vor allem das sich seit 1990 ständig erweiternde Sammlungskonstrukt aus industriellen Materialien) – die Tisch-Installation E/O/S und Architektur-Interventionen mit Bild-Texten. Darüber hinaus charakterisieren fotografische Projekte, vielfach auch im außereuropäischen Ausland (Indien, Brasilien, China) verwirklicht, mit Schwerpunkt „Architektur und Bauen“ das bildnerische Schaffen.
| Personendaten | |
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| NAME | Salner, Georg |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer bildender Künstler |
| GEBURTSDATUM | 16. Mai 1958 |
| GEBURTSORT | Galtür, Tirol |