Georg Venzky

Georg Venzky (Vensky) (* 18. Dezember 1704 in Gommern; † 28. Februar 1757 in Prenzlau) war ein Theologe, Schriftsteller, Übersetzer und Rektor.

Leben und Werk

Vensky war der Sohn des Superintendenten und Oberpredigers Daniel Venzky (1662–1705) und der Anna Elisabeth, geb. Weller († 1743). Zunächst besuchte der Junge die Schule in Möckern, anschließend erhielt er durch den Stiefvater Gottfried Christian Grube († 1741) häuslichen Privatunterricht. Ab 1716 besuchte Vensky die Schule in Burg (bei Magdeburg). Im Hause seines Vetters, der in Barby Rektor war, erhielt er ab 1718 Unterricht. Der Schulbesuch wurde 1720 in Halle fortgesetzt. An der dortigen Universität studierte er 1722 Theologie, Fremdsprachen, Mathematik und Philosophie. 1728 wurde er Bibliotheksgehilfe und Informator, später Konventual und Rektor der Schule Kloster Berge bei Magdeburg. An der Domschule in Halberstadt war er zunächst ab 1731 Subkonrektor und dann 1738 Konrektor. Zwei Jahre später wurde er dortiger Dombibliothekar. 1742 übersiedelte er nach Prenzlau und wurde dort Konrektor und adjungierter Rektor. Seine Doktorwürde der Theologie erlangte er 1749 an der Theologischen Fakultät Kopenhagen. Venzky war Mitglied in diversen gelehrten Gesellschaften. Von besonderer Bedeutung war seine Mitgliedschaft in der Deutschen Gesellschaft in Leipzig des Leiziper Gelehrten Johann Christoph Gottsched, in die 1733 aufgenommen wurde. 1743 wurde Venzky 10. Mitglied der von Lorenz Christoph Mizler gegründeten Correspondierenden Societät der musikalischen Wissenschaften. In den Veröffentlichungsorganen dieser beiden Gesellschaften war Venzky sehr präsent. Döring stellt fest, es habe kaum einen fleißigeren Mitarbeiter an Gottscheds Beyträgen als den Halberstädter Lehrer gegeben. Auch die Zahl der Beiträge Venzkys in Mizlers Musikalischer Bibliothek ist überdurchschnittlich.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Fußnoten

  1. ↑ Venzky, Vensky oder Ventzky, (George). In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 46, Leipzig 1745, Sp. 1787–1790.
  2. ↑ Ernst Friedrich Neubauer: Nachricht von den itztlebenden Evangelisch=Lutherischen und Reformirten Theologen in und um Deutschland. Züllichau: Verlag des Waisenhauses, 1743, S. 944–989
  3. ↑ Johann Christoph Gottsched. Briefwechsel unter Einschluß des Briefwechsels von Luise Adelgunde Victorie Gottsched. Im Auftrage der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig hrsg. v. Detlef Döring u. Manfred Rudersdorf. Band 2: 1730–1733. Hrsg. und bearb. von Detlef Döring, Rüdiger Otto und Michael Schlott unter Mitarbeit von Franziska Menzel. Berlin, New York: de Gruyter, 2008, 630f.
  4. ↑ Ventzke 1970, Felbick 2012
  5. ↑ Döring Bd. 2, S. 390, Anmerk. 7.
Personendaten
NAME Venzky, Georg
ALTERNATIVNAMEN Venzky, George; Venzcky, Georg; Venzki, Georg; Venzkius, Georg; Venzky, G.; Ventzkius, Georgius; Venzty, Georg; Venzky, Ge.; Vensky, Georg.
KURZBESCHREIBUNG Theologe, Schriftsteller, Übersetzer und Rektor
GEBURTSDATUM 18. Dezember 1704
GEBURTSORT Gommern
STERBEDATUM 28. Februar 1757
STERBEORT Prenzlau