George Fletcher Bass

George Fletcher Bass

George Fletcher Bass (* 9. Dezember 1932 in Columbia, South Carolina; † 2. März 2021 in College Station, Texas) war ein amerikanischer Unterwasserarchäologe.

Leben und Werk

Bass galt allgemein als der Entwickler der maritimen Archäologie. Er arbeitete ab Anfang der 1960er-Jahre unter anderem im Mittelmeer.

Seine erste Ausgrabung unter Wasser war die eines Bootes am Kap Gelydonia (Kilidonia Burun), ein Wrack aus der Bronzezeit, das 1959 zum ersten Mal von dem amerikanischen Journalisten Peter Throckmorton beschrieben wurde, der das Wrack durch den türkischen Schwammtaucher Kemal Aras kennengelernt hatte. Throckmorton überzeugte den angehenden Archäologen, dass die Unterwasserarchäologie nach denselben Standards wie die terrestrische Archäologie betrieben werden müsse. 1960 führten beide die Ausgrabung am Kap Gelydonia durch. Die Arbeiten wurden 1961 in Yassiada, einem antiken römischen Hafen bei Bodrum, an zwei byzantinischen Wracks fortgeführt, wo unter Mitwirkung des Deutschen Waldemar Illing sehr viele heute als Standard geltende Techniken der Unterwasser-Archäologie entwickelt wurden. Der von Claude Duthuit mit Jean Jaques Flori gedrehte Film zeigt diese Anfänge eindrucksvoll.

Eine spätere Bergung war die des Schiffs von Uluburun. Er war Professor für „Nautical Archaeology“ an der Texas A&M University.

Auszeichnungen und Ehrungen

Veröffentlichungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Tribute to George F. Bass
  2. ↑ Member History: George F. Bass. American Philosophical Society, abgerufen am 21. April 2018 (englisch, mit Kurzbiographie).
  3. ↑ Book of Members 1780–present, Chapter B. (PDF; 1,2 MB) In: amacad.org. American Academy of Arts and Sciences, abgerufen am 23. April 2018 (englisch).