George Lindbeck

George Arthur Lindbeck (* 10. März 1923 in Luoyang, China; † 8. Januar 2018) war ein US-amerikanischer lutherischer Theologe und Professor an der Yale University.

Leben und Wirken

1955 wurde Lindbeck von der Yale University promoviert, und zwar aufgrund einer Untersuchung über den mittelalterlichen Theologen John Duns Scotus. An der Yale Divinity School lehrte er bis zum Eintritt in den Ruhestand 1993. Die Yale University verlieh ihm 1998 die Wilbur Cross Medal.

Er ist Mitglied in der American Academy of Arts and Sciences (2000).

Ökumenische Tätigkeiten

Lindbeck nahm als offizieller Beobachter des Lutherischen Weltbundes am Zweiten Vatikanischen Konzil teil. Später war er Vorsitzender der Gemeinsamen Römisch-katholischen/Evangelisch-lutherischen Kommission. Als solcher hat er die Stellungnahmen und Berichte dieser Kommission, deren deutsche Fassung im Sammelband Dokumente wachsender Übereinstimmung abgedruckt sind, unterzeichnet.

Wissenschaftliche Bedeutung

Für die wissenschaftliche Theologie ist vor allem sein Buch The Nature of Doctrine von 1984 (deutsch: Christliche Lehre als Grammatik des Glaubens, 1994) bedeutend, in dem er in Rezeption der Sprachspieltheorie des späten Ludwig Wittgenstein und des Religionsverständnisses von Clifford Geertz einen kulturellsprachlichen Ansatz entwickelt, der christliche Lehre als Regelsystem versteht.

Rezeption im deutschsprachigen Raum

Um 2000 erschienen drei deutschsprachige Monographien zum Werk Lindbecks, eine Diplomarbeit in katholischer Theologie an der Universität Münster (Deeken), eine Dissertation in katholischer Theologie an der Universität Salzburg (Eckerstorfer) sowie eine Dissertation in katholischer Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen (Tambour).

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Kris Lindbeck: My father passed away yesterday afternoon, slipping so quietly from sleep to death that I, preparing for the semester on my laptop, did not realize it, and the hospice nurse needed to check with her stethoscope. As good as death can be. In: @KrisLindbeck. 9. Januar 2018, abgerufen am 17. Januar 2018 (englisch).
  2. ↑ Wilbur Cross Medal Recipients By Year. (PDF) 2024, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. Oktober 2025; abgerufen am 22. Oktober 2024 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. ↑ Book of Members. Abgerufen am 23. Juli 2016 (englisch).
  4. ↑ Harding Meyer, Hans Jörg Urban, Lukas Vischer (Hrsg.): Dokumente wachsender Übereinstimmung. Sämtliche Berichte und Konsenstexte interkonfessioneller Gespräche auf Weltebene. 1931-1982. Paderborn/Frankfurt a. M. 1983, 248–357.
Personendaten
NAME Lindbeck, George
ALTERNATIVNAMEN Lindbeck, George Arthur (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanischer lutherischer Theologe und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 10. März 1923
GEBURTSORT Luoyang, China
STERBEDATUM 8. Januar 2018