Georges Charles Alphonse Bruno Bordonove (* 25. Mai 1920 in Enghien-les-Bains, Département Seine-et-Oise; † 16. März 2007 in Antony, Département Hauts-de-Seine) war ein französischer Schriftsteller royalistischer Prägung. Er schrieb Sachbücher und fiktionale Texte, vornehmlich zu historischen Themen.
Bordonove studierte an der Universität Poitiers und erwarb Studienabschlüsse (Licences) in Literatur und in Rechtswissenschaft. Seine berufliche Karriere begann er beim französischen Staatsarchiv.
Sein erstes Buch, der Roman La Caste, erhielt 1952 den Literaturpreis Prix du Renouveau français der Vereinigung der französischsprachigen katholischen Schriftsteller. Es folgten mehrere weitere Romane, die bei Julliard verlegt wurden.
Anfang der 1960er Jahre verlegte er sich zunehmend auf historische Themen insbesondere aus der Geschichte Frankreichs. Diese behandelte er in Romanform, aber auch in Form von Sachbüchern, insbesondere von Biographien. Nachdem er derart die Templer, die Aufständischen der Chouannerie und der Vendée sowie skandalumwobene historische Figuren wie den Feldherrn und angeblichen Serienmörder Gilles de Rais, den Räuberhauptmann Louis Mandrin und den Kaufmann und Financier Jacques Cœur behandelt hatte, begann er eine Reihe biographischer Werke zu französischen Königen und Mitgliedern der Königsfamilie zu verfassen, die er dabei bewusst verherrlichte.
Seine über 80 Werke entsprachen zumeist nicht den Erkenntnissen der Geschichtswissenschaft, kamen aber beim Publikum gut an. Von der zunächst bei Ramsay, später bei Pygmalion verlegten Serie zu den französischen Königen waren bei Bordonoves Tod 2007 mehr als zwei Millionen Exemplare verkauft worden.
Georges Bordonove war Offizier der Ehrenlegion, Kommandeur des Ordre national du Mérite und Offizier des Ordre des Arts et des Lettres. Für seine Werke erhielt er mehrere Literaturpreise. Neben dem Prix du Renouveau français für La Caste von der Vereinigung der katholischen Schriftsteller französischer Sprache (1952) zeichnete ihn zweimal die Académie française aus, und zwar 1963 mit dem Prix Jules Davaine für seinen Roman Les Quatre Cavaliers und 1975 mit dem Prix Broquette-Gonin (Kategorie Literatur) für Les Marins de l’An II. Weitere Auszeichnungen waren 1956 der Prix Eve-Delacroix für Les Armes à la main, 1959 der Grand prix des libraires de France für Deux cents chevaux dorés und 1963 der Prix Bretagne für Chien de feu. Für Le Naufrage de La Méduse, einem von Théodore Géricaults berühmtem Gemälde Das Floß der Medusa inspirierten Werk über den Untergang des Schiffs Méduse, bekam er einen Preis der Bourse Goncourt.
Er war Mitglied des Vereins Unité capétienne (ebenso wie Marcel Jullian, André Castelot, Gonzague Saint Bris, Jean Dutourd und Reynald Secher) und gehörte zur Jury des von der Unité verliehenen Prix Hugues Capet.
| Personendaten | |
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| NAME | Bordonove, Georges |
| ALTERNATIVNAMEN | Bordonove, Georges Charles Alphonse Bruno (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Schriftsteller royalistischer Prägung |
| GEBURTSDATUM | 25. Mai 1920 |
| GEBURTSORT | Enghien-les-Bains, Département Seine-et-Oise |
| STERBEDATUM | 16. März 2007 |
| STERBEORT | Antony, Département Hauts-de-Seine |