
Die Großeinkaufs- und Produktions-Aktiengesellschaft deutscher Konsumvereine (Gepag) war von 1923 bis zur Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 die Waren- und Wirtschaftszentrale der auf der christlich-gewerkschaftlichen Tradition beruhenden Konsumgenossenschaften.
Die Gepag ging 1923 aus der 1912 gegründeten Groß-Einkaufs-Zentrale deutscher Konsumvereine (GEZ) hervor. Sie war das Gegenstück der „schwarzen Konsumgenossenschaftsbewegung der Kölner Richtung“, zur „roten Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine GmbH“, der Hamburger Richtung. Im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung im Jahr 1933 ging sie im Reichsbund der deutschen Verbrauchergenossenschaften GmbH (GEG) auf.
Das geschützte Warenzeichen der Gepag für ihre Eigenverpackungen war das Wort „Gepag“ mit der Flagge, die sogenannte Gepag-Flagge. Sie sollte für Güte und Preiswürdigkeit stehen. Die Initiative zur Einführung der Eigenmarke mit der Gepag-Flagge kam von Fritz Klein.