Acinonyx ist eine Raubtiergattung innerhalb der Familie der Felidae. Der einzig lebende Vertreter der Gattung, der Gepard (Acinonyx jubatus), bewohnt die offenen Graslandschaften der Savannen und SteppenAfrikas und Asiens.
Es wurden einige fossile Überreste von gepardenähnlichen Katzen sichergestellt, die aus dem späten Pliozän und mittleren Pleistozän stammen. Diese Tiere waren vor etwa 10.000 Jahren in Afrika, Teilen Europas und Asiens verbreitet. Mehrere verwandte Arten der Gattung Miracinonyx lebten zur gleichen Zeit in Nordamerika, allerdings waren diese möglicherweise enger mit der Gattung Puma verwandt.
Wortherkunft
Der wissenschaftliche Name Acinonyx ist auf die, im Gegensatz zu anderen Raubkatzen, unbeweglichen Krallen der Geparden zurückzuführen und besteht aus den griechischen Wörtern ἀκίνητος akínetos, zu deutsch „unbeweglich“, d. h. „nicht einziehbar“, und ὄνυξ ónyx, zu deutsch „Kralle“.
Im Jahr 1993 wurde die Gattung der monophyletischen Unterfamilie Acinonychinae zugeordnet. Molekulare phylogenische Analysen zeigten allerdings, dass Acinonyx eine Schwestergruppe der Gattung Puma ist. Daher wird Acinonyx nun zur Unterfamilie Felinae gezählt.
Darüber hinaus wurden die folgenden ausgestorbenen Arten der Gattung beschrieben:
Acinnonyx pardinensis – von Croizet und Jobert im Jahr 1828
Acinonyx arvernensis – von Croizet und Jobert im Jahr 1828
„Acinonyx kurteni“ – von Christiansen und Mazák im Jahr 2009
Der „Linxia-Gepard“ (Acinonyx kurteni) wurde ursprünglich auf der Grundlage eines Schädels aus pliozänen Schichten in China beschrieben und als älteste Art der Gattung bezeichnet. Im Jahr 2012 wurde A. kurteni als Art für ungültig erklärt, da sich herausstellte, dass der Holotypus eine Fälschung war, die aus Fragmenten aus dem Miozän bestand.
123W. Christopher Wozencraft (2005). "Genus Acinonyx". In Wilson, D. E.; Reeder, D. M. (Hrsg.): Mammal Species of the World: A Taxonomic and Geographic Reference (3rd ed.). Johns Hopkins University Press, ISBN 978-0-8018-8221-0, S. 532–533. OCLC62265494.
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