Gerald Grassl (* 11. April 1953 in Telfs) ist ein österreichischer Schriftsteller.
Nach einer kaufmännischen Lehre war Grassl in verschiedenen Berufen tätig. Er war von 1973 bis 1975 Herausgeber von Nouvelle. Kulturzeitschrift des Not- und Widerstandes in den Alpen (zusammen mit Christine Bierbauer). 1975 begann Grassl als Buchhändler zu arbeiten und wurde Redakteur der Literaturzeitschrift Frischfleisch & Löwenmaul, ein Jahr später Mitbegründer der Werkstatt wien. Werkkreis Literatur der Arbeitswelt sowie Redakteur der Zeitschrift Stichwort. Seit 1979 ist er freiberuflicher Schriftsteller.
In den 1980er Jahren gründete er die Kunstgalerie und Kunstzeitschrift Kunst und Laune. 1984 beendete er seine Arbeit als Buchhändler. Von 1987 an war Grassl vier Jahre lang Ressortchef der Kulturredaktion der Tageszeitung Volksstimme.
Im Jahre 1991 begründete er den Autorenverlag „Vido“ mit und war zwei Jahre lang Redakteur der von Vido herausgegebenen Zeitschrift Anfechtungen. Bei vielen weiteren Zeitschriften arbeitete er mit.
1979 bis 1984 war Grassl Sprecher der Werkstatt Wien des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt und ist dort im Vorstand. Er ist Herausgeber der Österreichausgabe der Zeitschrift Tarantel – für eine Kultur von unten. 1988 schaltete er sich in eine Antisemitismus-Debatte um Thomas Bernhard ein.
Grassl schreibt auch für die Wiener Straßenzeitung Augustin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grassl, Gerald |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 11. April 1953 |
| GEBURTSORT | Telfs |