| Gerbera | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gerbera | ||||||||||||
| L. |
Gerbera ist der botanische und zugleich der deutsche Name einer Pflanzengattung und ihrer Züchtungen. Die Gattung Gerbera gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Viele Sorten werden als Schnittblumen verwendet.


Gerbera-Arten und -Sorten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Es werden Rhizome als Überdauerungsorgane ausgebildet.
Die Laubblätter stehen in grundständigen Rosetten zusammen. Die pergamentartigen bis ledrigen Blattspreiten sind verkehrt-lanzettlich, länglich, verkehrt-eiförmig, eiförmig oder fast-kreisförmig und fiederlappig, fiederspaltig, fiederteilig oder meist einfach. Die Blattränder sind wellig, gezähnt bis gesägt. Die Laubblätter können behaart oder kahl sein.
Je Blattachsel wird auf einem schlanken Blütenstandsschaft, der keine, wenige bis viele Hochblätter besitzt, ein einzelner, endständiger körbchenförmiger Blütenstand gebildet; selten gibt es in einer Blattachsel mehr als einen Blütenkorb.
Das Involucrum ist verkehrt-konisch bis breit-glockenförmig. Es sind zwei bis drei oder mehr Reihen von Hüllblättern vorhanden, die sich dachziegelartig überdecken. Auf dem flachen, kahlen Blütenkorbboden sind keine Spreublätter vorhanden. Alle Blüten im Blütenkorb sind fertil. Es ist eine Reihe äußerer Blüten, die rein weiblich sind, vorhanden; meist besitzen sie Staminodien. Die inneren Blüten sind zwittrig oder funktional männlich. Die Kronröhre endet zweizipfelig.
Die stielrunden oder spindelförmigen Achänen sind vier- bis zehngerippt und kahl oder fein behaart. Der Pappus besteht aus rauen Borsten.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 46 oder 50.
Die Gattung Gerbera wurde 1758 durch Carl von Linné in Opera Varia aufgestellt. Synonyme für Gerbera L. nom. cons. sind: Gerbera sect. Piloselloides Less., Atasites Neck., Berniera DC., Lasiopus Cass., Piloselloides (Less.) C.Jeffrey ex Cufod.
Die Gattung Gerbera gehört zur Tribus Mutisieae in der Unterfamilie Mutisioideae innerhalb der Familie Asteraceae.
Die Verbreitung der Gattung Gerbera ist rein altweltlich. Die etwa 30 Arten sind vor allem in Afrika, Madagaskar und im tropischen Asien verbreitet. Die meisten Arten (18 Arten) gibt es in Südafrika (nur wenige Arten kommen nur in der Capensis vor). Acht Arten gibt es nur auf Madagaskar und etwa sechs Arten sind in Asien verbreitet (Stand 2011).



Es gibt etwa 30 Gerbera-Arten:
Die Arten der Gattung Leibnitzia Cass. gehören nicht mehr in die Gattung Gerbera:
Auch nicht mehr in die Gattung Gerbera gehört:
1884 fand Robert James, ein Pflanzenhändler aus Durban in Südafrika, einen aparten Korbblütler auf den Goldfeldern von Barberton in Transvaal. Er schenkte „Barberton Daisy“, das Barberton-Gänseblümchen, dem Botanischen Garten in Durban; dessen Leiter erkannte in ihr eine Gerbera. 1886 gelangte ein erstes Herbar-Exemplar in den königlichen Garten nach Kew bei London. 1889 wurden die ersten Gerbera registriert, beschrieben und der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese erste wissenschaftliche Beschreibung stammt von J. D. Hooker im Curtis Botanical Magazine. Er beschreibt die südafrikanische „Barberton Daisy“ (heute Gerbera jamesonii).
1890 begannen erste Kreuzungsversuche durch Irwin Lynch am Botanischen Garten von Cambridge. 1893 gelangten die Gerbera nach Deutschland, die erste Gerberapflanze wurde von Ferdinand Friedrich Haage in Erfurt kultiviert.
Gerbera-Sorten sind nicht winterhart.
Die Gerbera gehört weltweit zu den beliebtesten Schnittblumen. Seit den 1990er Jahren werden einige Sorten auch als Zimmerpflanzen angeboten.
2009 begannen Händler eine Sortengruppe der Gerbera anzubieten, welche in Gebieten mit geringem Frost winterhart ist (Garvinea ®). Sie kann im Freien ungeschützt jedoch nur bis −5 °C überwintern.
Die zahlreichen Züchtungen sind meistens Kreuzungen zwischen Gerbera jamesonii und anderen südafrikanischen Gerbera-Arten wie Gerbera viridifolia. Die Kreuzungen werden Gerbera-Hybriden genannt.
Zur Stabilisierung des Stängels werden die Stängel der Gerbera-Blüten mit einem Blumendraht spiralig umwunden, der oben in den Blütenkorb eingestochen wird oder er wird anders stabilisiert. Gerbera sind mit anderen Schnittblumen in Vasen gut verträglich.