Gerd Adloff

Gerd Adloff (geboren am 28. August 1952 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Lyriker, Fotograf, Kulturjournalist und Literaturwissenschaftler.

Leben

Gerd Adloff war nach seinem dreijährigen Wehrdienst zunächst als Buchhändler und Packer in einer Druckerei tätig. Von 1976 bis 1981 studierte er mit Diplomabschluss Germanistik an der Humboldt-Universität in Berlin. Von 1981 bis 1992 arbeitete er am Zentralinstitut für Literaturgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR, u. a. an einem Lexikon zur deutschsprachigen Literatur. Er ist mit der Lyrikerin Elisabeth Wesuls verheiratet, die beiden haben zwei gemeinsame Kinder.

1973 publizierte er in der führenden Literaturzeitschrift der DDR, Sinn und Form, eine Rezension zu Ulrich Plenzdorfs viel diskutierter Erzählung „Die neuen Leiden des jungen W.“, die im Jahr zuvor dort erschienen war. Ende der 1970er Jahre erschienen Gedichte von ihm in der Berliner Papiertaube, einer nach ihrem Selbstverständnis „literarischen Flugschrift“ (1978) bzw. „unregelmäßig erscheinenden Flugschrift literarischer Couleur im Neuen Fanal Verlag“. Er veröffentlichte Gedichte in literarischen Zeitschriften und in der Anthologie Vogelbühne, die im Verlag der Nation erschien. 1985 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband mit dem Titel Fortgang. 1989 war er mit Asteris Kutulas Herausgeber des vierten Bandes der Reihe Bizarre Städte. Von 1992 bis 1999 arbeitete er im Literaturverein Orplid mit und war zeitweilig Lektor der Lyrikheftreihe Poet's Corner.

Adloff ist auch als Übersetzer von Lyrik aus dem Ungarischen hervorgetreten.

Seit 1993 beschäftigte er sich intensiv mit Fotografie, stellte seine Arbeiten im Irish Berlin, im Aufsturz, im Theater unterm Dach und im Café Cralle aus und veröffentlichte unter anderem in den Zeitschriften Magazin, irland almanach, Oya, Partisanen und Poesiealbum. In der Tageszeitung junge Welt erscheinen regelmäßig Gedichte und literaturjournalistische Beiträge von ihm.

Gerd Adloff lebt und arbeitet in Berlin.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Diese und alle nachfolgenden Daten, soweit nicht angegeben, nach der HP "fixpoetry", siehe: Gerd Adloff. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. Februar 2016; abgerufen am 26. September 2024.; siehe HP des Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf: (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2022. Suche im Internet Archive).
  2. ↑ Siehe Anne Dorothee Vogel (Bearb.): Findbuch zum Bestand Samisdat in der DDR, Robert-Havemann-Gesellschaft (Hrsg.), Berlin 2006, S. 170.
  3. ↑ Dorothea von Törne (Hrsg.): Vogelbühne. Gedichte im Dialog. Verlag der Nation, Berlin 1983.
  4. ↑ Bizarre Städte-Bibliographie
  5. ↑ Siehe etwa: Archivierte Kopie (Memento vom 15. Oktober 2016 im Internet Archive), Tiborc Fazekas: Bibliographie der ungarischen Literatur in deutscher Übersetzung. (mtak.hu [PDF; abgerufen am 26. September 2024]).
  6. ↑ Siehe HP: (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2022. Suche im Internet Archive).
Personendaten
NAME Adloff, Gerd
KURZBESCHREIBUNG deutscher Lyriker, Fotograf, Kulturjournalist und Literaturwissenschaftler
GEBURTSDATUM 28. August 1952
GEBURTSORT Ost-Berlin