Gerd Dettmann (* 9. Juli 1897 in Schwerin; † 27. Februar 1943 in Noworossijsk) war ein deutscher Kunsthistoriker und Kustos am Focke-Museum in Bremen.
Dettmann war ein Sohn des Schweriner Zeichenlehrers Ludwig Dettmann (1856–1937) und dessen Frau Margarete, geb. Bastian (* 1867). Er besuchte ein Gymnasium. Von 1917 bis 1919 diente er im Ersten Weltkrieg als Soldat. Er studierte dann Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Rostock und der Universität Köln und promovierte 1922 zum Dr. phil. Von 1919 bis 1926 war er beschäftigt am Mecklenburgischen Landesmuseum.
Im März 1926 wurde Dettmann Mitarbeiter am Focke-Museum in Bremen. 1927 verfasste er einen Museumsführer. Weiterhin veröffentlichte er Schriften zur Glasmalerei, zu bremischen Gartenskulpturen des 18. Jahrhunderts und den Steinepitaphien in bremischen Kirchen. Er schrieb Artikel für das Allgemeine Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart und grundlegende Monographien zur Gold- und Silberschmiedekunst in Bremen sowie über die Ansgariikirche in Bremen. 1933 wurde er Stellvertretender Direktor des Focke-Museums und 1939 Kustos am Museum. Er fiel als Soldat im Zweiten Weltkrieg in der UdSSR.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dettmann, Gerd |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kunsthistoriker und Kustos am Focke-Museum in Bremen |
| GEBURTSDATUM | 9. Juli 1897 |
| GEBURTSORT | Schwerin |
| STERBEDATUM | 27. Februar 1943 |
| STERBEORT | Noworossijsk |