Gerd de Bruyn

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Gerd de Bruyn in Stuttgart, Literaturhaus, 2012

Gerd de Bruyn (* 26. April 1954 in Köln) ist ein deutscher Schriftsteller und Architekturtheoretiker; er war bis 2018 Hochschullehrer in Stuttgart.

Leben

Gerd de Bruyn studierte Literatur- und Musikwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und besuchte die von Günter Bock geleitete Architekturklasse der Städelschule. 1984 gründete er mit Robert March und Berthold Ressler das Architektenteam AAM, das in Ausstellungen mit originellen Projekten und Zeichnungen von sich reden machte. 1988 wurde de Bruyn Chefredakteur der Zeitschrift „Baukultur“ des DAI (Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e. V.) und unterrichtete wenige Jahre später im Auftrag von Thomas Sieverts Städtebautheorie an der TU Darmstadt. Dort promovierte er 1995 in Soziologie bei Helmut Dahmer.

1997 übernahm de Bruyn die Vertretungsprofessur für Städtebautheorie an der KHB Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 2001 wurde er auf den Lehrstuhl für Architekturtheorie der Universität Stuttgart berufen, wo er bis 2018 das Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen (Igma) leitete. Seit 2004 lebt Gerd de Bruyn mit seiner Familie in Tübingen. Er war Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung und gehörte von 2001 bis 2014 dem Direktorium des Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung (IZKT) an. Gerd de Bruyn war Mitherausgeber der Reihe „Kultur und Technik“, saß im Beirat der Edition ArchitekturDenken und dem Redaktionsbeirat der BDA-Zeitschrift Der Architekt. 2013 gründete er mit dem Verleger Wolfgang Reif die Edition Staub.

Wirken

Nach journalistischen, redaktionellen und kuratorischen Tätigkeiten für den DAI, den DWB und die Friedrich-Ebert-Stiftung wechselte de Bruyn 1993 in die Lehre. An seinem Stuttgarter Institut (Igma) stand neben den kultur- und architekturtheoretischen Inhalten der Vorlesungen und Seminare das konzeptionelle Entwerfen im Zentrum, das in den gleichnamigen Masterkurs mündete, den er mit dem Kollegen Markus Allmann leitete.

In de Bruyns Forschung fiel das Hauptgewicht auf die Beschäftigung mit den ästhetischen Fragen des Bauens und dem Wissenschaftscharakter der Architektur. Zu letzterem publizierte er 2008 „Die enzyklopädische Architektur“ und 2011 zusammen mit Wolf Reuter „Das Wissen der Architektur“. Zuletzt war de Bruyn zusammen mit dem Tübinger Biologen Oliver Betz Leiter des Projekts „Organism concepts in biology and architecture“ im SFB/Transregio 141 „Biological Design and Integrative Structures“ der Universitäten Freiburg, Stuttgart und Tübingen.

Ehrungen

Publikationen (Auswahl)

Bücher über Architektur
Belletristik (Auswahl)
Radioessays
Personendaten
NAME Bruyn, Gerd de
KURZBESCHREIBUNG deutscher Architekturtheoretiker
GEBURTSDATUM 26. April 1954
GEBURTSORT Köln