Gerda von Uslar (* 1909 in Bad Elster; † September 1966 in Bern) war eine deutsche Dramaturgin, Übersetzerin und Hörspielregisseurin.
Gerda von Uslar war die Tochter eines Arztes. Sie beendete noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges ein Sprachstudium in Hamburg und arbeitete anschließend am dortigen Ibero-Amerikanischen Institut, bevor sie als Lektorin ans Deutsche Schauspielhaus ging. Danach wechselte sie als Dramaturgin zum Jungen Theater, ehe sie Ende der 1940er Jahre eine Anstellung beim damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk erhielt. Hier war sie zunächst als Hörspieldramaturgin tätig, später wirkte sie in der Aufnahmeleitung und als Hörspielregisseurin.
Daneben übersetzte und bearbeitete Gerda von Uslar Theaterstücke, Bücher und Hörspiele aus dem Französischen, dem Spanischen, dem Italienischen, dem Japanischen und dem Englischen in die deutsche Sprache. Eine ihrer bekanntesten Arbeiten war die Übersetzung des Romans Der Krieg der Knöpfe des französischen Schriftstellers Louis Pergaud. Sie schuf die bis heute einzige Übersetzung des preisgekrönten Romans Ein Todesfall in der Familie von James Agee.
Gerda von Uslar war eine Tante des Philosophen und Psychologen Detlev von Uslar. Sie starb 57-jährig während Verlagsverhandlungen in der Schweiz an den Folgen eines Herzanfalls in einem Berner Hotelzimmer.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Uslar, Gerda von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Dramaturgin, Übersetzerin und Hörspielregisseurin |
| GEBURTSDATUM | 1909 |
| GEBURTSORT | Bad Elster |
| STERBEDATUM | September 1966 |
| STERBEORT | Bern |