Gerhard Dallmann (* 18. Juni 1926 in Stettin; † 7. Januar 2022) war ein deutscher Pastor und Schriftsteller.
Gerhard Dallmann war Sohn eines Kaufmanns und einer Klavierlehrerin. Er besuchte in seiner Heimatstadt Stettin das Schiller-Realgymnasium, brach die Schule aber ab und begann 1940 eine Optikerlehre. 1942 wurde er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, unmittelbar danach 1943 zur Wehrmacht. Dort war er Funker bei der Kriegsmarine. 1945 desertierte er nach Dänemark und wurde in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Obwohl Deserteur, kam er nach Kriegsende als Kriegsgefangener nach Belgien, wo er in einem Kohlebergwerk arbeiten musste.
Nach Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im November 1947 begann er 1948 die diakonische Ausbildung und war ab 1951 in der Jugendarbeit in der Pommerschen Evangelischen Kirche tätig. Ab 1954 war er Pastor in Tribsees. Er übernahm 1960 eine Stellung als Ausbildungsleiter im Diakoniehaus Züssow und war danach von 1965 bis zum Ruhestand 1991 Pastor an der Bugenhagenkirche in Greifswald-Wieck.
Dallmann veröffentlichte ab 1975 Erzählungen, Romane und Jugendbücher. Sie spielen in Pommern, wobei er in seinen in der DDR veröffentlichten Büchern die Namen „Pommern“ und „Stettin“ nicht verwenden durfte.
Gerhard Dallmann war verheiratet und hatte drei Kinder; sein ältester Sohn ist der Hornist und Musikprofessor Christian-Friedrich Dallmann. Sein älterer Bruder Wolfgang Dallmann (1924–2008) wurde Professor für Kirchenmusik in Heidelberg. Gerhard Dallmann starb im Januar 2022 im Alter von 95 Jahren.
| Personendaten | |
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| NAME | Dallmann, Gerhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pastor und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 18. Juni 1926 |
| GEBURTSORT | Stettin |
| STERBEDATUM | 7. Januar 2022 |