Gerhard Feltmann

Gerhard Feltmann (lateinisch Gerhardus Feltmannus, Gerhardus Feltmanius; niederländisch Geraard Feltmann; * 18. April 1637 in Kleve; † 1696 in Bremen) war ein Jurist und Hochschullehrer. 1678 wurde er als Hofgerichtsassessor in Aurich von König Christian V. von Dänemark zum dänischen Staatsrat ernannt.

Leben

Gerhard Feltmann wurde am 18. April 1637 in der preußisch-brandenburgischen Residenzstadt Kleve geboren. Sein Vater Hendrik Feltmann war als Maler und Kartenzeichner tätig, der Name der Mutter ist unbekannt. Die Familie brachte mehrere Juristen hervor. So ist der Bruder Theodor Feltmann ebenfalls als Rechtsgelehrter nachweisbar. Gerhard Feltmann absolvierte das Gymnasium in Kleve und nahm anschließend ein Studium an der Universität Duisburg auf.

In der Matrikel der Universität ist er am 10. Mai 1653 erstmals im Grundstudium namentlich erwähnt. In Duisburg gehörte unter anderem der Philologe Johann Georg Graevius zu seinen akademischen Lehrern. 1658 besuchte Feltmann die Universität Leiden und anschließend die Universität Orléans. In Frankreich promovierte er auch, ehe er für kurze Zeit nach England reiste. Am 8. November 1661 wurde er, wohl auf Empfehlung des preußischen Ministers Eberhard von Danckelmann, zunächst zum außerordentlichen Professor in Duisburg ernannt.

Im Sommersemester 1662 wurde Feltmann schließlich ordentlicher Juraprofessor in Duisburg und wurde zum preußischen Rat ernannt. Rufe nach Breda und Heidelberg lehnte er ab, ehe er 1667 als ordentlicher Professor nach Groningen ging. Im Jahr 1678 wurde Feltmann Hofgerichtsassessor am ostfriesischen Hof in Aurich. Im Zuge dieser Ernennung wurde er von König Christian V. von Dänemark zum dänischen Staatsrat ernannt. Er nahm in dieser Rolle an mehreren Gesandtschaften teil. Gerhard Feltmann starb im Jahr 1696 mit 59 Jahren in Bremen.

Werke (Auswahl)

Die Arbeiten von Feltmann wurden von Johann Strauch II. positiv erwähnt. Unter den Zeitgenossen wurde Feltmann vor allem aufgrund seines Gelehrtenstreits mit dem niederländischen Rechtsgelehrten Ulrich Huber bekannt. Huber hing dem Mos gallicus an, während Feltmann vor allem versuchte, Theorie und Praxis in der juristischen Arbeit miteinander zu verbinden.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Simone Frank: Gerhard Feltmann (1637–1696). In: Duisburger Forschungen. Schriftenreihe für Geschichte und Heimatkunde Duisburgs. 53. Band. Mercator-Verlag, Duisburg 2007, ISBN 978-3-87463-406-0, S. 302.
  2. ↑ Simone Frank: Gerhard Feltmann (1637–1696). In: Duisburger Forschungen. Schriftenreihe für Geschichte und Heimatkunde Duisburgs. 53. Band. Mercator-Verlag, Duisburg 2007, ISBN 978-3-87463-406-0, S. 303.
Personendaten
NAME Feltmann, Gerhard
ALTERNATIVNAMEN Feltmannus, Gerhardus (lateinisch); Feltmanius, Gerhardus (lateinisch); Feltmann, Geraard (niederländisch)
KURZBESCHREIBUNG Jurist, Hochschullehrer und dänischer Staatsrat
GEBURTSDATUM 18. April 1637
GEBURTSORT Kleve
STERBEDATUM 1696
STERBEORT Bremen