Gerhard Heide (* 1963 in Jena) ist ein deutscher Mineraloge. Er lehrt als Professor an der TU Bergakademie Freiberg und ist Direktor der Geowissenschaftlichen Sammlungen und von terra mineralia.
Gerhard Heide entstammt einer Familie von Mineralogen. Sowohl sein Vater Klaus Heide (1938–2023) als auch sein Großvater Fritz Heide (1891–1973) waren Professoren für Mineralogie an der Universität Jena. Heide begann 1984 das Studium der Kristallographie an der Karl-Marx-Universität Leipzig, das er 1989 mit der Diplomarbeit Charakterisierung von Glasuren und Fritten unter Berücksichtigung ihrer Wechselwirkung abschloss.
Nach einer zweijährigen Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kristallographie in Leipzig wechselte er 1992 in gleicher Stellung an das Institut für Mineralogie der Technischen Universität Clausthal. Hier wurde er 1996 mit der Dissertationsschrift Kristallographische Untersuchungen der einseitigen Aufrauhungen des zentrosymmetrischen Kaliumdichromats. Ein Beitrag zur Klärung des Schubnikow-Problems zum Dr. rer. nat. promoviert. Von 1996 bis 2005 war er Wissenschaftlicher Assistent (C1) an der Professur für Glas und Glastechnologie am Institut für Nichtmetallische Werkstoffe der TU Clausthal. 2002 habilitierte er mit dem Thema Zur Systematik nichtkristalliner Materialien und erwarb die venia legendi in den Ingenieurwissenschaften.
Seit 2005 ist Heide Professor für Allgemeine und Angewandte Mineralogie an der Bergakademie Freiberg und seit 2006 Direktor der zahlreichen Geowissenschaftlichen Sammlungen der Bergakademie. In diesem Zusammenhang sind Konzeption und Aufbau der Ausstellung „terra mineralia“, der größten in privater Hand entstandenen Mineraliensammlung der Welt, von 2005 bis 2008 im Schloss Freudenstein unter seiner Leitung besonders zu erwähnen, sowie von 2009 bis 2012 die Ausstellung „Mineralogische Sammlung Deutschland“ im Krüger-Haus. Heide ist Gründungsmitglied des Freiberger Hochdruckforschungszentrums (FHP) mit dem untertägigen Schockwellenlabor auf der ersten Sohle im Lehr- und Forschungsbergwerk Reiche Zeche.
Seit 2007 ist Heide Mitglied des Fakultätsrates, seit 2012 Beiratsmitglied der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns und seit 2013 Mitglied des Senats der TU Bergakademie.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heide, Gerhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mineraloge |
| GEBURTSDATUM | 1963 |
| GEBURTSORT | Jena |