Gerhard Masur

Gerhard Masur (* 17. September 1901 in Berlin; † 21. Juni 1975 in Lynchburg, Virginia, USA) war ein deutschamerikanischer Historiker.

Leben

Gerhard Masur besuchte das Kaiser-Wilhelm-Realgymnasium in Berlin. Er war 1919/20 Freikorpsmitglied und nahm am Kapp-Putsch teil. Später sympathisierte er mit der Deutschen Volkspartei (DVP). Er studierte Geschichte, Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und an der Philipps-Universität Marburg. 1925 erfolgte die Promotion bei Friedrich Meinecke in Berlin über „Rankes Begriff der Weltgeschichte“. 1930 habilitierte er sich mit einer Arbeit über den Rechtsphilosophen Friedrich Julius Stahl.

Aufgrund seiner jüdischen Abstammung musste Masur 1935 über die Schweiz nach Kolumbien emigrieren. Von 1936 bis 1938 war Masur im kolumbianischen Bildungsministerium in Bogotá tätig. Seit 1938 lehrte er dort als Professor und Direktor der Abteilung für Philologie und Sprachen an der Escuela Normal Superior. Von dort wanderte er 1947 in die USA aus. Er lehrte bis 1966 auf einer Professur für Geschichte am Sweet Briar College in Virginia. 1965/66 nahm er eine Gastprofessur an der Freien Universität Berlin wahr. Von 1966 bis 1968 war er Gastprofessor an der University of California in Los Angeles. Masur war zeitlebens ein Vertreter der von Meinecke inspirierten Ideengeschichte.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Gerhard A. Ritter (Hrsg.): Friedrich Meinecke. Akademischer Lehrer und emigrierte Schüler. Briefe und Aufzeichnungen 1910–1977. Oldenbourg, München 2006, ISBN 978-3-486-57977-2, S. 44 f.; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
Personendaten
NAME Masur, Gerhard
KURZBESCHREIBUNG deutschamerikanischer Historiker
GEBURTSDATUM 17. September 1901
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 21. Juni 1975
STERBEORT Lynchburg, Virginia, USA