Gerhard Scheit (* 1959 in Wien) ist ein österreichischer Autor und Essayist.
Scheit hat nach einem Musikstudium Theaterwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Musik in Wien und Berlin studiert. Er hat an mehreren Universitäten in Österreich gelehrt und lebt als freier Autor und Essayist in Wien. Seine Forschungsschwerpunkte bildeten zunächst Geschichte von Drama und Musikdrama sowie Antisemitismus in Literatur- und Musikgeschichte, seit Mitte der 1990er Jahre Studien zu einer kritischen Theorie des Staats- und des Völkerrechts. Ausgehend von Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Franz Neumann betrachtet er die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie wie die Freudsche Psychoanalyse als Voraussetzung gesellschaftskritischer Analyse. Besonderes Gewicht legt er dabei auf den Begriff des Rackets.
Er publizierte in den 1990er Jahren regelmäßig in der Zeitschrift konkret, später vor allem regelmäßig u. a. in der Zeitschrift Bahamas und auf der Webseite Café-Critique. 2012 gründete er zusammen mit Manfred Dahlmann die „Zeitschrift für Ideologiekritik“ sans phrase, die sich verstärkt der Kritik des Existenzialismus zuwendet und im Freiburger und Wiener Ça ira Verlag erscheint. Scheit gab mehrere Bände der bei Klett-Cotta erschienenen Werkausgabe des Schriftstellers Jean Améry heraus. Der erklärte Kritiker des politischen Engagements ist leidenschaftlicher Unterstützer von Israel und des Zionismus.
| Personendaten | |
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| NAME | Scheit, Gerhard |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Autor und Essayist |
| GEBURTSDATUM | 1959 |
| GEBURTSORT | Wien |