Gernot Schley (* 13. Mai 1937 in Cosel, Oberschlesien; † 29. Oktober 2006 in Gauting) war ein deutscher Regisseur, Dreh- und Sachbuchautor mit den Schwerpunkten Afrika, Südamerika und den dort lebenden indigenen Völkern und deren Bedrohung.
Gernot Schley wuchs in Cosel/Oberschlesien und in Essen auf. Er studierte in Freiburg/Brsg. und Berlin. Das Studium der Germanistik, Philosophie, Geschichte und Theaterwissenschaft schloss er mit einer Dissertation über Gerhart Hauptmann und die Freie Bühne in Berlin ab. Anschließend begann er seine berufliche Laufbahn als Journalist, hauptsächlich bei der WAZ. Nach kurzer Zeit wandte er sich dem Dokumentarfilm zu und gründete nach einigen Jahren bei der Tellux-Film seine eigene Produktionsfirma Projektfilm in München. Vor allem für die Sender ZDF, BR und WDR hat er über hundert Dokumentar- und Spielfilme als Regisseur und Drehbuchautor realisiert.
Schley verfasste auch Sachbücher über das Leben indigener Völker sowie über Entwicklungshilfe in Afrika und Lateinamerika.
Gernot Schley erhielt 1983 den 2. Preis des Medienpreises Entwicklungspolitik des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die WDR-Produktion Begegnungen in M’Kondedzi – Schüler und Helfer helfen auf einer Schulfarm in Mosambik.
Weiter erhielt er den Internationalen Umweltpreis Prag (1992) und den Sonderpreis Ambiente-Incontri Sacile (1996).
Im WDR wurde 2002 eine neunteilige Serie von Gernot Schley über Indianer Südamerikas gezeigt:
Einige Filme greifen das Thema Brasilien auf
Weitere Filme (Auswahl)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schley, Gernot |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Regisseur und Autor |
| GEBURTSDATUM | 13. Mai 1937 |
| GEBURTSORT | Cosel, Oberschlesien |
| STERBEDATUM | 29. Oktober 2006 |
| STERBEORT | Gauting |