Gerstensuppe

Gerstengraupensuppe mit Rindfleischeinlage, Kartoffeln und Suppengemüse

Als Gerstensuppe (in Österreich und Bayern auch Gerstelsuppe, in Südtirol Gerstsuppe) bezeichnet man Suppen und Eintöpfe auf der Basis von Gerste und Gerstengraupen.

Geschichte

Bis ins 19. Jahrhundert blieben Suppe und Brei aus Gerste, Graupen und Hülsenfrüchten Bestandteil der Ernährung auf Hochseeschiffen. Die Hamburger Seemannsordnung von 1854 schrieb ein 3/4 Pfund Graupen oder Mehl zur Sättigung pro Tag vor. Die Ulmer Gerstlsuppe wurde nach der Stadt Ulm benannt, die früher als Zentrum der Getreideverarbeitung galt (Ulmer Gerste).

Varianten

Literatur

Commons: Gerstensuppe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Ulrich Ammon, Hans Bickel, Alexandra N. Lenz (Hrsg.): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen. 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin 2016, ISBN 978-3-11-024543-1, S. 279.
  2. ↑ Jürgen Rath: Schiffszwieback, Pökelfleisch und Koje, S. 229. Köhler Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-7822-0892-7
  3. ↑ Heinz Dieter Pohl: Die österreichische Küchensprache: ein Lexikon der typisch österreichischen kulinarischen Besonderheiten : mit sprachwissenschaftlichen Erläuterungen. Praesens-Verlag, 2007, ISBN 978-3-7069-0452-0, S. 150.
  4. ↑ Eckhard Supp: Duden. Wörterbuch Kochkunst. Von Amuse-Bouche bis Zierschnee. Dudenverlag, Mannheim u. a. 2011, ISBN 978-3-411-70392-0, Kapitel: Regionale Gerichte im deutschsprachigen Raum, S. 87.