Die Tochter des Bildhauers und Objektkünstlers Peter F. Piening wuchs in Schleswig-Holstein auf. Ab 1990 besuchte Gesche Piening die Stormarnschule in Ahrensburg. Bereits als Schülerin absolvierte sie in Hamburg erste Hospitanzen am Altonaer Theater und Thalia Theater.
Nach ihrem Abitur (1998) studierte sie an der Otto-Falckenberg-Schule – Fachakademie für Darstellende Kunst in München (Abschluss 2003). Seither realisiert Gesche Piening als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin überwiegend eigene Theater- und Hörspielproduktionen, Lesungen und Performances. Für ihre künstlerischen Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2016 den Ödön-von-Horváth-Preis (Förderpreis), 2018 den Medienpreis der Kindernothilfe sowie den Medienpreis des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte und 2022 den Münchner Sozialcourage Medienpreis.
Neben ihrer Beschäftigung als Schauspielerin und Regisseurin ist Gesche Piening als Sprecherin (Hörspiele, Hörbücher) sowie als Dozentin für Künstlerische Sprecherziehung und Rollenstudium tätig.
2003: „Lenz“ von Georg Büchner, musikalische Lesung
mit Gesche Piening, Werner Hofmeister und Michael Finkenzeller, wechselnde Spielorte
2004: Gedanken-Gang-Tanztexte
Regie: Gesche Piening und Anna Holter; eine Produktion von TheaterRaum München und dem „theater … und so fort“ München
2004: table art performance
mit Tobias Lange und Gesche Piening; verschiedene Spielorte
2005: Fachgespräche – Vom Leben Betroffene berichten
Regie: Gesche Piening; eine Produktion von TheaterRaum München und dem „theater … und so fort“ München
2006: Charakterköpfe – Ein Elias Canetti-Abend
Regie und Konzept: Gesche Piening; eine Produktion von TheaterRaum München und dem „theater … und so fort“ München
2006: suche unsterbliche seele – Ein Ernst Jandl-Abend
mit Gesche Piening und Peter Bockius (Kontrabass), Peter Eff (Raum- und Klanginstallationen); Idee, Konzept und Regie: Gesche Piening; Premiere: Kunsthalle Bayreuth 2005
2007: In süßer Trunkenheit – Ein literarischer Rausch in 49 Dosen
Regie und Konzept: Gesche Piening; eine Produktion von TheaterRaum München und dem „theater … und so fort“ München
2008: so machens alle – Wenn Mozarts Helden das Singen vergeht …
Regie und Konzept: Gesche Piening; eine Produktion von TheaterRaum München und dem „theater … und so fort“ München
2008: wozu wir taugen – Sieben Figuren von Robert Walser
mit Gesche Piening und Gertrud Wittkowsky (Zither), Bühne: Peter Eff; Konzept und Regie: Gesche Piening und Peter Punkhaus; Premiere: November 2008, „theater … und so fort“, München
2009: Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot
von Sibylle Berg, Regie und Textfassung: Gesche Piening; eine Produktion von Gesche Piening im „theater … und so fort“
2009: Lohn und Brot
mit Ursula Berlinghof, Michael Krone, Benjamin Mährlein und Gesche Piening; Regie: Gesche Piening, Konzept: Gesche Piening und Peter Punckhaus; Premiere: TamS Theater München, diverse Gastspiele
2010: Lebenszeichen
von Jane Martin, Regie und Bühnenfassung: Gesche Piening; eine Produktion von TheaterRaum München und dem „theater … und so fort“ München
Lesung und Filmvorführung zum 75. Geburtstag / 20. Todestag von Gisela Elsner; mit Gesche Piening und Judith Toth, Filmhaus Nürnberg (Künstlerhaus) und Monopol-Kino München; Konzept: Gesche Piening und Peter Punckhaus
2024: Sei uns sicher - ein installativer Theaterparcours Uraufführung in einer Industriehalle in München in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk / Bayern 2 und dem HochX
Radio
2014: kreativ aber günstig – Der Künstler als ideales Arbeitsmodell westlicher Ökonomien (Radiofeature, Produktion Bayerischer Rundfunk)
2015: Besser ist nicht gut genug – Leben in der atemlosen Gesellschaft (Radiofeature, Produktion Bayerischer Rundfunk)
2016: Mein Schneck ist mir Bedürfnis – Zur ökonomischen und ethischen Relevanz unserer Haustiere (Radiofeature, Produktion Bayerischer Rundfunk)
2017: Heute mit beschränkter Haftung? – Keine Gesellschaft ohne Zukunft (Radiofeature, Produktion Bayerischer Rundfunk)
2019: Der Tod unterscheidet nicht. Wir schon – Bestattungen von Amts wegen in der Großstadt (Radiofeature, Produktion Bayerischer Rundfunk)
2024: Wie viele Tage hat das Leben? (Hörspiel, Produktion: Bayerischer Rundfunk / Deutschlandfunk Kultur)
2024: Die Könige spielen die andern (Hörspiel, Produktion: Deutschlandfunk Kultur)
2024: Sei uns unser sicher sicher (Hörspiel, Produktion: Bayerischer Rundfunk)
Literatur
Peter F. Piening (Autor), Christian Rathke (Autor), Manfred Mahn (Ill.), Jo Marwitzky (Ill.), Gesche Piening (Ill.), Werner Wassmann (Ill.): Objekte. Saarländisches Künstlerhaus, 1998, ISBN 3-932294-22-X.
Sabine Dultz (Hrsg.): Die Münchner Kammerspiele. Schauspieler, Regisseure, Aufführungen 1976–2001. Mit Dieter Dorn und Michael Wachsmann. Fotos von Oda Sternberg. Hanser Verlag, München 2001, ISBN 3-446-20000-2.
Christian Neuhuber: Lenz-Bilder – Bildlichkeit in Büchners Erzählung und ihre Rezeption in der bildenden Kunst. Böhlau Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-205-78380-0.
Auszeichnungen
Gesche Piening erhält den Ernst-Hoferichter-Preis 2025 vom Kulturreferenten Anton Biebl