| Gethyllis | ||||||||||||
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Gethyllis ciliaris, | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gethyllis | ||||||||||||
| L. |
Die Pflanzengattung Gethyllis gehört zur Unterfamilie Amaryllidoideae innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die etwa 32 bis 35 Arten sind im Südlichen Afrika beheimatet.
Die Gethyllis-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen, die je nach Art Wuchshöhen von 3 bis 30 Zentimetern erreichen. Sie besitzen lange fleischige Wurzeln. Sie bilden Zwiebeln als Überdauerungsorgane um lange Trockenperioden zu überstehen; sie ragen nicht aus dem Boden heraus. Sie bilden oft Bestände. Oft besitzen die Zwiebeln ein auffälliges oberes Ende und dort sind oft am Ansatz der Laubblätter eine oder wenige, die Laubblätter umgebende, Blattscheiden vorhanden. Diese Blattscheiden sind bei einigen Arten, beispielsweise Gethyllis britteniana, schön rötlich gefleckt oder beispielsweise bei Gethyllis verticillata ausgefranst. Bei diesen Geophyten sind während der Blütezeit in der Trockenzeit die Blätter vertrocknet. Frische Blätter treiben erst nach der Blütezeit wieder aus und sind oft gleichzeitig mit den Früchten vorhanden.
Die wenigen bis mehreren nur grundständigen Laubblätter sind ungestielt. Die einfachen Blattspreiten sind häufig spiralig gedreht, lineal bis riemenförmig oder elliptisch und parallelnervig. Die Blattflächen sind oft flaumig mit einfachen, T-förmigen oder medifixen Trichomen behaart. Der Blattrand ist glatt.
Der kurze Blütenstandsschaft befindet sich unter der Erdoberfläche. Die Blüten stehen einzeln in einem stark reduzierten Blütenstand kurz über dem Boden. Im knospigen Zustand umhüllt eine Spatha, die aus zwei verwachsenen, häutigen Tragblättern gebildet wird, den Blütenstand. Die steifen bis laschen Blütenstiele sind so lang oder deutlich länger als die Blütenhülle. Die Blüten sind dicht zusammen hängend angeordnet oder stehen weit ausgebreitet im Blütenstand. Die Blütenstiele sind während der Anthese kurz und verlängern sich bis zur Fruchtreife.
Die Blütezeit aller Gethyllis-Arten liegt im südafrikanischen Sommer. Die Blütenhülle ist nur relativ kurz (zwei bis drei Tage) haltbar und die Blüten blühen in einem Bestand gleichzeitig auf. Die meist zwittrigen Blüten sind vollständig, oder nur im Bereich des Griffels nicht, radiärsymmetrisch und dreizählig. Bei einigen Arten sind, wenn die Zwiebeln noch klein sind, die Blüten rein männlich, wenn die Zwiebeln groß sind, werden aber zwittrige Blüten gebildet; dies hängt also wohl mit den Ressourcen der Zwiebeln ab. Die sechs gleichgeformten Blütenhüllblätter sind zu einer langen, schlanken, fleischigen, zylindrischen Röhre verwachsen. Die freien Bereiche der Blütenhüllblätter sind kürzer als die Blütenröhre, schmal bis breit lanzettlich und ausgebreitet. Die Farben der Blütenhüllblätter reichen von rosafarben über cremefarben bis weiß, oft mit dunkel-rosafarbenen Streifen. Es sind entweder sechs (beispielsweise bei Gethyllis verticillata) oder als Ausnahme innerhalb der Familie der Amaryllidaceae 12, 18 bis zu 60 Staubblätter vorhanden; sie überragen die Blütenhülle meist nicht. Die in der Blütenröhre inserierten, relativ kurzen Staubfäden sind untereinander frei oder auf einem Teil ihrer Länge verwachsen. Die basifixen, leuchtend gelben Staubbeutel sind lineal und rollen sich während ihrer Entwicklung zurück. Drei Fruchtblätter sind zu einem dreikammerigen, unterständigen Fruchtknoten verwachsen, der von der Spatha umhüllt ist und im „Zwiebelnacken“ steckt sowie unterirdisch ist. Jede Fruchtknotenkammer enthält viele Samenanlagen. Der dünne, je nach Art kurze bis lange Griffel ist aufrecht oder zur Seite gebogen und endet mit einer kleinen kopfigen bis breit dreilappigen Narbe. Die oft stark und süßlich duftenden Blüten enthalten keinen Nektar. Es liegen keine Beobachtungen zu den Bestäubern vor.
Die relativ großen (fingerlangen), keulenförmigen bis zylindrischen, relativ dünnwandigen Beeren färben sich bei Reife gelblich bis weiß, oft mit roten Tupfen und öffnen sich zu unregelmäßigen Teilen; sie enthalten viele Samen. Die Beeren sind essbar und aromatisch. Sie enthalten entweder viele, kleine oder wenige große Samen. Die fast kugelförmigen Samen sind hart und mehr oder weniger fleischig sowie cremefarben bis rötlich. Der Embryo ist grün. Die Früchte reifen langsam und werden dann etwa im September durch den verlängerten Fruchtstiel über den Boden gehoben.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 6.
Die 32 bis 35 Arten sind im Südlichen Afrika beheimatet. Gethyllis-Arten kommen hauptsächlich (30 Arten) in semiariden Gebieten mit Winterregengebiet vor. Die meisten Arten sind Vegetationselemente in der Sukkulentenkaroo gefolgt vom Fynbos. Einige Arten kommen auch in der Großen Karoo vor. Nur Gethyllis transkarooica und Gethyllis longistyla gedeihen im Sommerregengebiet der Nama-Karoo. Gethyllis-Arten besiedelnd die Höhenlagen von küstennahen Gebieten (Kap-Faltengürtel) bis ins hochgelegene Inlandsplateau. Am häufigsten sind sie auf freien Flächen zu finden, die keine Konkurrenz von Sträuchern und Gräsern aufweisen. Wenige Arten (beispielsweise Gethyllis afra und Gethyllis kaapensis) gedeihen an saisonal feuchten Standorten.
Der Gattungsname Gethyllis wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, S. 442 erstveröffentlicht. Typusart ist Gethyllis afra L. Synonyme von Gethyllis L. sind: Abapus Adans., Papiria Thunb., Klingia Schönland. Der Gattungsname Gethyllis leitet sich vom griechischen Wort gethyon ab, das Zwiebel bedeutet und Küchenzwiebel oder Lauch meint, dies bezieht sich auf den Habitus und nicht auf die Verwendbarkeit in der Küche.
Die Gattung Gethyllis gehört zur Subtribus Gethyllidinae (namensgebende Gattung) aus der Tribus Haemantheae in der Unterfamilie Amaryllidoideae innerhalb der Familie der Amaryllidaceae. Früher wurde sie auch in die Familie der Liliaceae eingeordnet.
Es gibt etwa 32 bis 35 Arten in der Gethyllis:
Gethyllis-Arten werden auf Grund der kurzen Blühdauer selten als Zierpflanzen verwendet. Die aromatischen Früchte sind essbar. Früchte und Blüten werden in der traditionellen Volksmedizin verwendet. Heute noch wird aus den Früchten von Gethyllis afra „Kukumakranka Brandy“ hergestellt, der als Heilmittel gegen Kolik und Verdauungsbeschwerden verwendet wird.