
Gilda Langer (* 16. Mai 1896 als Hermina Johanna Langer in Priwoz; † 31. Januar 1920 in Charlottenburg) war eine österreichische Stummfilm- und Theaterschauspielerin.

Die Tochter des Schuhmachermeisters Johann Langer und dessen Frau Johanna, geb. Skulina, wurde 1896 in Priwoz geboren. Sie kam 1915 durch die Bekanntschaft zu dem österreichischen Drehbuchautor Carl Mayer zur Schauspielerei, der sie von Wien mit nach Berlin nahm. Mayer wurde Dramaturg am Berliner Residenztheater, und Langer erhielt dort ein Engagement als Schauspielerin. An der Seite von Conrad Veidt und Harry Liedtke spielte sie 1917 in Das Rätsel von Bangalor. 1919 erhielt sie einen Vertrag bei der Filmproduktionsfirma Decla Film, wo auch Fritz Lang unter Vertrag war, der im selben Jahr drei Filme mit ihr drehte.
Carl Mayer und Hans Janowitz schrieben das Drehbuch für Das Cabinet des Dr. Caligari und sahen Langer in der weiblichen Hauptrolle. Decla kaufte das Drehbuch, und der Film sollte 1919 entstehen. Die Rolle erhielt dann aber Lil Dagover, weil Langer durch andere Projekte verhindert war. Sie war inzwischen mit dem Regisseur Paul Czinner verlobt und erkrankte Anfang 1920 an der Spanischen Grippe, die sich zur Lungenentzündung ausweitete. Am 31. Januar 1920 starb die Schauspielerin, die sich bürgerlich zuletzt Hermengild Langer nannte, im Alter von 23 Jahren in Charlottenburg. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Langer, Gilda |
| ALTERNATIVNAMEN | Langer, Hermina Johanna (Geburtsname); Langer, Hermengild |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Stummfilmschauspielerin und Theaterschauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 16. Mai 1896 |
| GEBURTSORT | Priwoz |
| STERBEDATUM | 31. Januar 1920 |
| STERBEORT | Charlottenburg |