Gisela Muschiol

Gisela Muschiol (* 1959 in Iserlohn) ist eine deutsche römisch-katholische Theologin und Hochschullehrerin für Kirchengeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Beruflicher Werdegang

Muschiol studierte von 1978 bis 1984 katholische Theologie, Geschichte und Volkskunde an der Universität Münster. Nach dem Abschluss ihres Studiums war sie von 1984 bis 1990 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte tätig. 1990 nach ihrer Promotion in Münster zur Liturgiegeschichte des Frühmittelalters war Muschiol bis August 1991 Fachbereichsleiterin an der katholischen Akademie Franz-Hitze-Haus. Sie wechselte anschließend an den Fachbereich katholische Theologie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz als akademische Rätin. Zwischen 1993 und 2002 Wissenschaftliche Assistentin unterrichtete sie Historische Theologie an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover.

Nach der Habilitation im Januar 2000 zur Geschlechtergeschichte des Hochmittelalters an der Universität Münster lehrte sie zunächst in Münster, Mainz und Hannover. Seit 2002 war sie als Professorin für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Bonn tätig. Nach ihrer Tätigkeit als Leiterin der Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung an der katholischen Fakultät wurde sie 2013 Dekanin und 2019 schließlich Prodekanin. Von 2020 an wurde sie vier Jahre stellvertretende Vorsitzende des Senats der Universität Bonn.

Privates

Muschiol ist verheiratet und hat eine Tochter (* 1997).

Forschungsschwerpunkte

Muschiols Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Kirchengeschichte des Mittelalters, Geschichte der Orden und geistlichen Gemeinschaften, Frauen- und Geschlechtergeschichte (Mittelalter, Reformation und Frühe Neuzeit, 20. Jahrhundert), Liturgiegeschichte, Landesgeschichte (Bistum Münster/Westfalen).

Veröffentlichungen (Auswahl)

Engagement

Muschiol ist seit 1997 Vorsitzende der AG Zeitgeschichte des Katholischen Deutschen Frauenbundes und seit 2003 Vorsitzende des Hildegardis-Vereins e. V., Frauen – Studien – Fördern. Außerdem ist sie seit 2004 Mitglied im Kuratorium für die Fortbildung der Priester des Bistums Aachen.

Sie ist Mitglied des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, der Görres-Gesellschaft und der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte.

Einzelnachweise

  1. ↑ Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW: Wissenschaftler_innenportraits. Abgerufen am 24. Oktober 2026.
  2. 1 2 Prof. Dr. theol. Gisela Muschiol. Abgerufen am 24. Oktober 2026.
  3. 1 2 Gisela Muschiol (Hg.): Katholikinnen und Moderne. Katholische Frauenbewegung zwischen Tradition und Emanzipation. Aschendorff Verlag, Münster 2003, S 375f. ISBN 3-402-03432-8
  4. ↑ Muschiol Gisela. Abgerufen am 24. Oktober 2026.
Personendaten
NAME Muschiol, Gisela
KURZBESCHREIBUNG deutsche römisch-katholische Theologin und Hochschullehrerin für Kirchengeschichte
GEBURTSDATUM 1959
GEBURTSORT Iserlohn