Gisela Perlet (* 29. Oktober 1942 in Magdeburg; † 24. Dezember 2010 in Rostock) war eine deutsche Übersetzerin.
Gisela Perlet wuchs in dem Dorf Gutenswegen in der Magdeburger Börde auf. Sie studierte Germanistik und Nordistik an der Universität Greifswald. Anschließend war sie von 1966 bis 1979 als Lektorin für den Rostocker Hinstorff-Verlag tätig. Ende der Sechzigerjahre erschienen ihre ersten Übersetzungen. Differenzen mit staatlichen Stellen über eine geplante Kierkegaard-Übersetzung führten zu ihrer Entlassung; sie setzte daraufhin ihre Arbeit als freie Übersetzerin und Herausgeberin fort. Perlet, die in den letzten Lebensjahren an Krebs erkrankt war, lebte zuletzt in Rostock.
Gisela Perlet übersetzte vorwiegend belletristische Werke aus dem Dänischen; bedeutend sind vor allem ihre Übersetzungen Hans Christian Andersens und Søren Kierkegaards.
Gisela Perlet war Mitglied im Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke. Sie erhielt folgende Auszeichnungen: 1998 den dänischen Dannebrogorden, 2001 ein Bundesverdienstkreuz, 2002 den Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung sowie 2004 den Übersetzerpreis des Dänischen Kunstrates.
Die FAZ würdigte sie in einem Nachruf: Sie galt als Doyenne der deutschen Dänisch-Übersetzer ... sie war der lebende Beweis, dass auch Übersetzer ein Werk haben können. (13. Januar 2011).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Perlet, Gisela |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Übersetzerin |
| GEBURTSDATUM | 29. Oktober 1942 |
| GEBURTSORT | Magdeburg |
| STERBEDATUM | 24. Dezember 2010 |
| STERBEORT | Rostock |