
Giuseppe Spagnulo (* 28. Dezember 1936 in Grottaglie, Provinz Tarent (Apulien); † 15. Juni 2016) war ein italienischer Bildhauer.

Spagnulo bildete sich von 1952 bis 1958 am „Instituto d’arte per la ceramica“ in Faenza aus. 1959 war er Assistent in den Bildhauerateliers von Lucio Fontana und Arnaldo Pomodoro und machte Bekanntschaft mit Piero Manzoni. 1968 nahm er aktiv an der Protestbewegung der Universitäten teil und arbeitete an den ersten Eisenplastiken. Auf Einladung des Newport Harbor Art Museum im Jahr 1977 machte er eine Reise durch Kalifornien.
Spagnulo arbeitete mit schweren massiven Eisenblöcken, die er mit dem Schneidbrenner aufbrach, mit Massen von weichem formbarem Ton und er fertigte meist großformatige Bildhauerzeichnungen mit schwarzer Asche auf Papier an. In seinen Skulpturen verstand er das Material als Herausforderung, dem er mit seinem Eingriff eine Form („Verletzungen“) aufzwang. So hob er die drei industriell vorgefertigten Eisenbrammen von Ferro spezzato – diagonale, 1974, an unterschiedlichen Stellen an, sodass ein Ende frei über dem Boden hing. Mit dem Schneidbrenner schnitt er nun so tief in die Brammen, bis sich die Brammen an der rotglühenden Schnittstelle bogen und die Enden durch ihr Eigengewicht auf den Boden herabsanken. Der Arbeitsvorgang wurde damit zum Thema.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Spagnulo, Giuseppe |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 28. Dezember 1936 |
| GEBURTSORT | Grottaglie |
| STERBEDATUM | 15. Juni 2016 |