Kłodzko

Kłodzko
Wappen von Kłodzko Wappen von Kłodzko
Kłodzko (Polen)
Kłodzko (Polen)
Kłodzko
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Kłodzko
Fläche: 25,00 km²
Geographische Lage: 50° 26′ N, 16° 40′ OKoordinaten: 50° 26′ 0″ N, 16° 40′ 0″ O
Höhe: 280–431 m n.p.m.
Einwohner: 24.810
(1. Jan. 2024)
Postleitzahl: 57-300
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DKL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: E 67 Kudowa-Zdrój–Breslau
Wałbrzych–Międzylesie
Eisenbahn: Wrocław–Międzylesie / Kłodzko–Kudowa Zdrój
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Fläche: 25,00 km²
Einwohner: 24.810
(1. Jan. 2024)
Bevölkerungsdichte: 992 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0208021
Verwaltung (Stand: 2015)
Bürgermeister: Michał Piszko
Adresse: pl. Chrobrego 1
57-300 Kłodzko
Webpräsenz: www.um.klodzko.pl
Stadtpanorama an der Glatzer Neiße
Stadtpanorama (2014)
Minoritenkirche St. Maria mit Mühlgrabenbrücke
Glatz auf einem Merian-Stich von 1650
Glatzer Ring im Album Pompejus von 1737
Rathaus
Oberring um 1920
Hochwasser 1997

Kłodzko [ˈkwɔʦkɔ] (deutsch Glatz [ɡlaːʦ]; schlesisch Glootz; tschechisch Kladsko) ist die Kreisstadt des Powiat Kłodzki in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Sie hat 24.810 Einwohner (Stand: 1. Januar 2024) und war die Hauptstadt der Grafschaft Glatz.

Geographische Lage

Kłodzko liegt etwa 80 Kilometer südlich von Breslau im Glatzer Kessel, der von Gebirgen umgeben ist. Diese sind: das Eulengebirge und das Warthagebirge im Nordosten, das Reichensteiner Gebirge im Osten, das Bielengebirge im Südosten, das Glatzer Schneegebirge im Süden, das Habelschwerdter Gebirge, das Adlergebirge im Südwesten und das Heuscheuergebirge im Nordwesten. Im Schnittpunkt der Gebirgspässe über diese Gebirge besitzt Kłodzko eine verkehrsgünstige Lage.

Im Stadtbereich befinden sich zwei Erhebungen: der Schlossberg (369 m) und der Schäferberg (346 m). In der Nähe erhebt sich zudem der Fockeberg (431 m) mit dem Aussichtsturm auf dem Fockeberg. Durch die Stadt fließt die Glatzer Neiße, von der der Mühlgraben abzweigt. In die Glatzer Neiße münden im Stadtgebiet von links die Reinerzer Weistritz und von rechts das Hannsdorfer Wasser, der Königshainer Bach (Jodłownik) sowie nördlich der Stadt von links die Steine.

Kłodzko liegt an der Bahnstrecke Wrocław–Międzylesie, die ein Teil der überregionalen Fernverbindung Breslau–Prag bildet. Es besitzt zwei Bahnhöfe, den etwas außerhalb liegenden Hauptbahnhof (Kłodzko Główne) und den Stadtbahnhof (Kłodzko Miasto). Vom Hauptbahnhof zweigen die Bahnstrecke Kłodzko–Wałbrzych und die Bahnstrecke Kłodzko–Kudowa Zdrój ab.

Geschichte

Die Geschichte der Stadt Glatz und ihrer politischen Zugehörigkeit ist eng mit der Geschichte des Glatzer Landes verbunden, das 1459 vom böhmischen König Georg von Podiebrad zur Grafschaft Glatz erhoben wurde. Kirchlich gehörten Stadt und Land von Anbeginn zum Bistum Prag. Erst 1972 wurde beides dem Erzbistum Breslau eingegliedert. Seit 2004 gehören Stadt und Land zum damals neu geschaffenen Bistum Świdnica (Schweidnitz).

Der böhmische Chronist Cosmas von Prag erwähnte die Siedlung erstmals im Jahre 981 als „castellum Kladsko“. Auf dem für Verteidigungszwecke gut geeigneten felsigen Hügel am linken Neißeufer ließ der Böhmenfürst Slavnik, Vater des Heiligen Adalbert, eine gegen Polen gerichtete hölzerne Burg errichten. Diese Burg und der dazugehörige tschechische Marktflecken Kladsko wurden im Streit zwischen Böhmen und Polen mehrmals belagert und zerstört. Nachdem Glatz 1114 kurzfristig an Polen geraten war, ließ Soběslav I. von Böhmen 1129 die Burg noch stärker befestigen, um die wichtige Straße Prag – Nachod – Glatz – Breslau zu sichern. Der 1137 abgeschlossene Pfingstfrieden von Glatz beendete die Streitigkeiten und festigte die Zugehörigkeit zu Böhmen. Erster bekannter Burggraf von Glatz war 1169 Hroznata, dem 1175 Ryvín/Rivinus und 1177 der Witigone Witiko von Prčice folgten.

Im 12./13. Jahrhundert entwickelte sich das von Tschechen bewohnte Glatz durch deutsche Siedler, die u. a. vom böhmischen König Ottokar II. Přemysl ins Land gerufen worden waren, zum Mittelpunkt des aufstrebenden Glatzer Landes. Unterhalb des Burgbergs entstand eine ummauerte Siedlung, die bereits 1114 als „urbs“ (Stadt) bezeichnet wurde. Urkundlich belegt sind das Hospital der Johanniterkommende Glatz für 1183, die Johanniterkommende um 1243, die nordwestlich der Burg gelegene Wenzelskirche für 1184 und die Marienkapelle auf dem Schlossberg für 1194. Die deutsche Namensform „Glatz“ ist erstmals für das Jahr 1223 belegt. Im Jahr 1275 erhielt Glatz den Status einer Stadt nach Magdeburger Recht. 1334 erwarb die Stadt die städtische Vogtei und damit eine eigene Gerichtsbarkeit.

Ab dem 14. Jahrhundert war die Handwerkerschaft im Rat der Stadt vertreten. Von Bedeutung waren um diese Zeit die Tuchmacherei, die Leinweberei, verschiedene weitere Handwerke, die Bierproduktion und der Handel. Die herausragende Stellung der Stadt zeigte sich darin, dass ihr bis ins 15. Jahrhundert alle anderen Städte des Glatzer Landes hinsichtlich der Abgaben und Dienstleistungen unterstellt waren.

In den Hussitenkriegen konnte sich Glatz verteidigen und blieb von Zerstörungen weitgehend verschont. Nachdem 1454 der böhmische König Georg von Podiebrad das Glatzer Land erworben und es 1459 zur Grafschaft erhoben hatte, wurde Glatz Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft. Sein Sohn, Herzog Heinrich der Ältere von Münsterberg, erster regierender Graf von Glatz, verlegte seinen Wohnsitz in die Stadt Glatz und baute die Burg zu einem Schloss um. Bis ins 16. Jahrhundert existierte in Glatz eine tschechischsprachige Minderheit.

Während der Reformation war Glatz ein Zentrum der Lehre Schwenckfelds und anderer Sekten. Im 16. Jahrhundert hob der böhmische König Ferdinand I. den Rechtszug nach Magdeburg auf und machte Prag zum Oberhof für die Glatzer Städte.

Nachdem der Rat der Stadt Glatz die Wahl des Winterkönigs Friedrich von der Pfalz anerkannt und auch nach der Schlacht am Weißen Berge zu ihm gehalten hatte, besetzte im Jahre 1622 die Kaiserliche Armee die Stadt. Sie führte Strafmaßnahmen gegen die Anführer der Schlacht durch und entzog weiteren Personen ihre Privilegien. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden 930 der damals 1300 Gebäude zerstört. Zu den Verwüstungen kam 1635 eine Pestepidemie, der 4000 Einwohner zum Opfer fielen, so dass die Stadt weitgehend entvölkert war. Auch 1680 wütete wieder die Pest, die 1500 Tote zur Folge hatte.

Während der Schlesischen Kriege wurde Glatz mehrmals belagert und erobert. Am 8. Januar 1741 griffen die Preußen unter Oberst Paul Heinrich Tilio de Camas die Stadt an, sie wurden jedoch abgewehrt. Am 9. Januar 1742 gelang den Preußen die Einnahme der Stadt, am 26. April d. J. auch die Einnahme der Festung Glatz. Der österreichische Gegenangriff erfolgte im Dezember 1744 unter General Georg Olivier von Wallis; im Januar 1745 mussten die Habsburger Glatz wieder aufgeben. Am 26. Juli 1760 eroberte Gideon Ernst von Laudon nach nur achttägiger Belagerung Glatz sowie die Festung zurück. Nach dem Hubertusburger Frieden 1763 fiel Glatz endgültig an Preußen. Von den Kriegszerstörungen erholte sich die Stadt – trotz der wirtschaftlichen Maßnahmen des Königs Friedrich II. – nur langsam, war jedoch Ende des 18. Jahrhunderts ein wichtiges Handwerks- und Handelszentrum.

In den Napoleonischen Kriegen während des Schlesischen Feldzuges konnte Glatz durch Friedrich Wilhelm von Götzen d. J. verteidigt werden und blieb unbesetzt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg die Bevölkerungszahl durch neu erschlossene Baugebiete deutlich an. Gleichzeitig verlor die Festung Glatz ihre militärische Bedeutung und diente als Gefängnis für politische Gefangene. Glatz blieb jedoch Garnisonstadt. Die Verkehrserschließung durch die Eisenbahn (1874 nach Breslau, 1875 nach Mittelwalde, 1880 nach Waldenburg, 1890 nach Rückers, 1897 Seitenberg, 1902 nach Bad Reinerz und 1905 nach Bad Kudowa) hatte einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung zur Folge. Um 1900 hatte Glatz zwei katholische Kirchen, eine evangelische Kirche, eine Synagoge, ein Gymnasium mit Konvikt, eine Reihe unterschiedlicher Fabrikationsbetriebe und war Sitz eines Landgerichts.

Als Folge des Potsdamer Abkommens fiel Glatz nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde es in Kłodzko umbenannt. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.

Von 1946 bis 1975 gehörte Kłodzko zur Woiwodschaft Breslau, von 1975 bis 1998 zur Woiwodschaft Waldenburg und seither zur Woiwodschaft Niederschlesien. In diesen Jahren entwickelte sich vor allem die Industrie der Stadt. Die Einwohnerzahlen stiegen bis zur Jahrtausendwende kontinuierlich an.

Oft von Hochwassern heimgesucht, verwüstete im Sommer 1997 ein Jahrhunderthochwasser die Stadt: Binnen weniger Stunden stieg die Glatzer Neiße auf einen Pegel von 8,71 m und überflutete einen großen Teil der Stadt.

Wirtschaftliche Schwerpunkte seit Beginn des 21. Jahrhunderts sind Handel, Metallindustrie und der Dienstleistungssektor. Mittels Finanzhilfen der Europäischen Union nach dem EU-Beitritt Polens 2004 und durch Staatsmittel konnten große Teile der Altstadt aufwendig saniert werden.

Durch einen Dammbruch oberhalb von Stronie Śląskie (Seitenberg), war Kłodzko durch das Hochwasser in Mitteleuropa im September 2024 wiederum stark betroffen.

Bauliche Stadtentwicklung

Die planmäßige Stadtanlage mit einem gitterförmigen Straßennetz entstand am linken Neißeufer unterhalb des Burgbergs. Eine Stadtmauer mit einer Reihe von Türmen, mehreren Toren und Pforten umgab die Ortschaft. Im Jahr 1349 veranlasste der Prager Erzbischof Ernst von Pardubitz die Gründung des Augustiner-Chorherrenstift Glatz. Die Bürger errichteten 1366 auf dem 9200 m² großen Ring das Rathaus. Die erhaltene Brücktorbrücke wurde nach dem Vorbild der Prager Karlsbrücke im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts erbaut. Der im 14. Jahrhundert am Platz einer Vorgängerkirche begonnene Bau der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt konnte um 1430 abgeschlossen werden. Um diese Zeit hatte Glatz etwa 250 Häuser und etwa 4000 Einwohner.

Friedrich der Große ließ in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts das Schloss abtragen. Damit verschwanden auch die Überreste der mittelalterlichen böhmischen Grenz- und Königsburg. An ihrer Stelle errichteten die Handwerker eine damals moderne Festung, die 1877 als militärische Anlage aufgehoben wurde. Zwischen 1880 und 1911 wurden die Stadttore und ein großer Teil der Stadtmauern abgerissen und Straßen und Grünanlagen angelegt. Viele Häuser, Fabriken und Villen wurden durch den Bauunternehmer Andreas Ernst entworfen und errichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, als dringend Wohnraum benötigt wurde, entstanden westlich der Altstadt neue Wohnbauten und eine Kirche. Historische Gebäude in der Altstadt verfielen dagegen (darunter die Häuser der oberen Ringseite), weil das Geld für Sanierungen nicht zur Verfügung stand.

Wappen

Das Stadtwappen von Kłodzko zeigt in Rot einen goldbewehrten und bekrönten silbernen Löwen mit gekreuztem Doppelschweif. Da das Glatzer Land zum böhmischen Herrschaftsbereich gehörte und 1459 zu einer Grafschaft erhoben wurde, deren Wappen in Rot zwei goldene Schrägbalken waren, hat die Stadt das Sinnbild ihrer ursprünglichen Zugehörigkeit zum Königreich Böhmen beibehalten. Der Böhmische Löwe erscheint schon in einem großen Siegel aus dem 13. Jahrhundert. Er hat sich bis in die heutige Zeit überliefert.

Sehenswürdigkeiten

Innenansicht der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Minoritenkirche

Unter Denkmalschutz stehen u. a.:

Schloss Hassitz in Glatz, 1975 abgebrannt

Dazu kommen u. a. zahlreiche Wohn- und Mietshäuser vom 17. bis zum 20. Jahrhundert.

Landgemeinde Kłodzko

Die Stadt Kłodzko ist Verwaltungssitz der Landgemeinde Kłodzko, gehört ihr aber als eigenständige Stadtgemeinde nicht an. Die Landgemeinde zählt auf einer Fläche von 252,25 km² 16.480 Einwohner (Stand: 1. Januar 2024) und gliedert sich in 35 Schulzenämter.

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohnerzahl Anmerkungen
17874330ohne die Garnison (zwei Regimenter Infanterie, eine Artillerie-Kompanie, eine Minierer-Kompanie)
18165510mit Zubehör; nach anderen Angaben 7.557 Einwohner (mit der Garnison)
18256287darunter 861 Evangelische, 57 Juden
18407654davon 1.179 Evangelische, 6.415 Katholiken, 60 Juden
18437777am Jahresende, davon 1.169 Evangelische, 6.506 Katholiken, 102 Juden
185210.656
186711.821am 3. Dezember
187111.541mit der Garnison (drei Bataillone Nr. 18, ein Bataillon Landwehr Nr. 11 und Artillerie), darunter 1500 Evangelische; nach anderen Angaben 11.545 Einwohner (am 1. Dezember), davon 1942 Evangelische, 9374 Katholiken, drei sonstige Christen, 226 Juden
189013.501davon 2.357 Evangelische, 10.917 Katholiken und 221 Juden
190014.926mit der Garnison (Infanterieregiment Nr. 38), davon 2.564 Evangelische und 183 Juden
192516.563davon 3.461 Evangelische, 12.867 Katholiken, 18 sonstige Christen und 125 Juden
193319.000davon 3.932 Evangelische, 14.830 Katholiken, 32 sonstige Christen und 115 Juden
193920.575davon 4.479 Evangelische, 15.555 Katholiken, 15 sonstige Christen und 26 Juden
Mauerwerk der Ruine der Festung Glatz

Anzahl Einwohner bis 2010

Im Jahr 2009 bestand die Bevölkerung zu 53,4 Prozent (=14.962) aus Frauen und zu 46,6 Prozent (=13.041) aus Männern.

Wirtschaft

Landwirtschaft

Anfang der 1990er Jahre gab es 219 landwirtschaftliche Betriebe. Derzeit verdienen weniger als 3 % der berufstätigen Bevölkerung ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft. Die technische und verarbeitungstechnische Infrastruktur der Landwirtschaft ist gut entwickelt. In der Stadt gibt es eine Molkerei, Getreidelager, eine Geflügelbrüterei, eine Mühle, eine Mineralwasserabfüllanlage und eine Fleischfabrik.

Handel und Dienstleistungen

Die Stadt dient als lokales Verwaltungs-, Finanz-, Bildungs- und Gesundheitszentrum. Sie beherbergt öffentliche Einrichtungen, darunter das Bezirksgericht, die nationale Arbeitsinspektion, die Sanitär- und Epidemiologiestation, die Sozialversicherungsanstalt und das Finanzamt. In Kłodzko gibt es 7 Banken, 4 Postämter, mehrere Versicherungsagenturen, einen Stadtmarkt, 6 Lebensmitteldiscounter, 2 Fastfood-Bars und viele Gewerbetreibende und Dienstleister.

Verkehr

Straßen

In der Stadt beginnen zwei Landesstraßen: die Nummer 46 nach Szczekociny und die Nummer 33 nach Boboszów, zur Grenze der Tschechischen Republik. Darüber hinaus verläuft die Nationalstraße Nr. 8 (E67) durch die Stadt.

Schienen

Kłodzko verfügt über zwei Bahnhhöfe und mehrere Bahnhaltestellen innerhalb der Stadtgrenzen. Die beiden PKP-Bahnhöfe sind Kłodzko Główny und Kłodzko Miasto, neben letzterem befindet sich ein Busbahnhof. Beide Bahnhöfe liegen an der 130 Kilometer langen Bahnstrecke Bahnstrecke Wrocław Główny–Międzylesie. Der 93,5 Kilometer lange Abschnitt nach Breslau wurde am 21. September 1874 in Betrieb genommen, und weniger als ein Jahr später wurde der 36,5 Kilometer lange Abschnitt nach Międzylesie eröffnet. Die gesamte Strecke wurde 1991–1994 elektrifiziert. Darüber hinaus gibt es eine 51 Kilometer lange e Bahnstrecke Kłodzko–Wałbrzych. Diese eingleisige Strecke wurde am 15. Oktober 1880 in Betrieb genommen. In den Jahren 1912–1945 wurde sie vollständig als zweigleisige Strecke betrieben (nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das zweite Gleis auf dem 6 Kilometer langen Abschnitt: Jedlina-Zdrój–Wałbrzych Główny abgebaut). Am 9. Dezember 2007 wurde die Strecke für den Personenverkehr geschlossen und einer Teilsanierung unterzogen. Am 6. Januar 2009 wurde der Zugverkehr wieder aufgenommen.

Personennahverkehr

Der Stadt- und Vorortverkehr wird von PKS Kłodzko und dem privaten Transportunternehmen A-Vista betrieben.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Friedrich Wilhelm Riemer
Karl Seydelmann 1831

Gefangene der Festung Glatz

Städtepartnerschaften

Die Stadt ist Mitglied des Bundes der europäischen Napoleonstädte.

Literatur

Commons: Kłodzko – Album mit Bildern
Wikivoyage: Kłodzko – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. 1 2 Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
  2. ↑ Burmistrz. (Memento vom 8. Dezember 2014 im Internet Archive) Website der Stadt (BIP); abgerufen am 21. Januar 2015.
  3. ↑ Aloys Bernatzky: Lexikon der Grafschaft Glatz. Marx Verlag, Leimen / Heidelberg 1984, S. 78.
  4. ↑ Vaterländische Bilder, in einer Geschichte und Beschreibung der alten Burgfesten und Ritterschlösser Preussens, S. 98.
  5. 1 2 Glatz. [2]. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Band 8: Glashütte–Hautflügler. Bibliographisches Institut, Leipzig / Wien 1907, S. 12–13 (Digitalisat. zeno.org).
  6. ↑ Bp Dec powołał Kapitułę Kolegiacką w Kłodzku. In: niedziela.pl. Abgerufen am 31. August 2024 (polnisch).
  7. ↑ Neues Stiftskapitel in Glatz. Heimatwerk Grafschaft Glatz, ehem. Glatzer Visitatur, abgerufen am 31. August 2024.
  8. ↑ Das Rathaus von Glatz. Abgerufen am 31. August 2024.
  9. ↑ Unterirdische Besichtigungsstrecke in Kłodzko – Die unterirdischen Gänge und Tunnel unter den Straßen der Stadt. szlakpodziemi.pl
  10. ↑ Friedrich Gottlob Leonhardi: Erdbeschreibung der preussischen Monarchie. Band 3, Teil 1, Halle 1792, S. 212–214; Textarchiv – Internet Archive.
  11. ↑ Glaz. In: Alexander August Mützell, Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 2: G–Ko. Halle 1821, S. 37; books.google.de
  12. 1 2 Gustav Neumann: Das Deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung. Band 2, G. F. O. Müller, Berlin 1874, S. 180–181, Ziffer 12 (books.google.de).
  13. ↑ Johann Georg Knie: Alphabetisch-Statistisch-Topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, mit Einschluß des jetzt ganz zur Provinz gehörenden Markgrafthums Ober-Lausitz und der Grafschaft Glatz; nebst beigefügter Nachweisung von der Eintheilung des Landes nach den verschiedenen Zweigen der Civil-Verwaltung. Melcher, Breslau 1830, S. 926 (books.google.de).
  14. 1 2 Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preusz. Provinz Schlesien. 2. Auflage. Graß, Barth und Comp., Breslau 1845, S. 818–820; Textarchiv – Internet Archive.
  15. ↑ Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Berlin 1856, S. 183; Textarchiv – Internet Archive.
  16. 1 2 Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Schlesien und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. Dezember 1871. Königliches Statistisches Bureau, Berlin 1874, S. 146–147, Ziffer 1 (books.google.de).
  17. 1 2 3 4 Michael Rademacher: Glatz. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  18. ↑ Glatz (Klodzko) ehrt Manfred Spata. Beitrag in Schlesien heute vom 15. Januar 2025.
  19. ↑ Partnerstädte. Abgerufen am 31. August 2024.