Godehard Schwethelm wurde als Sohn des Erfurter Baumeisters und Bauunternehmers Wilhelm Schwethelm geboren. Sein Architekturstudium an der Technischen Hochschule Stuttgart schloss er als Diplom-Ingenieur ab. Er begann seine berufliche Laufbahn als Mitarbeiter des Architekten Johannes Otto Berger. Später arbeitete er in Merseburg unter Paul Bonatz, sowie in Berlin und München.
Das Diakonissen-Mutterhaus in Elbingerode, 1932–1934
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Er baute während seiner Schaffenszeit zahlreiche Gebäude in verschiedenen Nutzungszusammenhängen. Ein Schwerpunkt war der Bau größerer Krankenhauskomplexe – zunächst in sorgfältiger Anlehnung an das Neue Bauen, wie z. B. die Heilstätte Harzgerode und das Diakonissen-Mutterhaus Neuvandsburg in Elbingerode. Er zeichnete sich dabei durch eine sehr klare Formensprache und die sorgfältige Planung von Details im Innen- und Außenbereich aus (Fenstergitter, Kleiderspinde, Deckenlampen und -uhren, Türen etc.) aus. Später entwarf er – nunmehr gemeinsam mit Partnern – moderne Großprojekte wie das Klinikum Großhadern in München.
Godehard Schwethelm sammelte seit den frühen 1960er Jahren Mineralien, seine Sammlung ist heute im Naturkundemuseum Erfurt öffentlich zugänglich.
Werk
Kinderheilstätte Harzgerode 2011Klinikum Großhadern in München
↑Kascha Lemke: Diakonissen-Mutterhaus Neuvandsburg. In: Bauhaus Kooperation Berlin, Dessau, Weimar: Bauhaus 100 Orte der Moderne: eine Grand Tour. Hatje Cantz, Berlin 2019, ISBN 978-3-7757-4613-7, S. 82f.