Als Goldtelluride, auch Gold-Telluride, werden chemische Verbindungen der Elemente Gold und Tellur sowie Minerale dieser Zusammensetzung bezeichnet. In manchen dieser Minerale ist zudem Silber in den Kristallstrukturen enthalten. In diesen Fällen spricht man von Gold-Silber-Telluriden. Sie alle gehören zu den Verbindungen der Gold-Chalkogenide.
Die Gold- und Gold-Silber-Telluride sind in Goldlagerstätten typische Minerale. Die älteste wissenschaftliche Kenntnis über solche Minerale der Goldlagerstätten stammt aus dem Siebenbürgischen Erzgebirge in Rumänien.
Die Goldtelluride und verwandte Minerale sind Bestandteile epithermaler Vorkommen (unter 150 Grad Celsius, im magmatisch-hydrothermalen Umfeld), jedoch treten Au-(Ag)-Telluride zudem in „orogenen“ Goldlagerstätten des Archaikums und Proterozoikums auf. In solchen Lagerstätten kommen die Edelmetalle in erheblichem Anteil in Form dieser Minerale vor.
Als Gold-Tellurid- bzw. Gold-Silber-Tellurid-Minerale gelten: